Demonstration für die Rechte von Frauen in lohnabhängiger Beschäftigung – Nach 77 Jahren immer noch keine Gleichberechtigung

03.02.2026 (pm/red) Der ver.di Bezirksfachbereichsvorstand öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr Frankfurt am Main und Region ruft für Montag, 9. März 2026 zum intersektionalen Frauenkampftag auf. Da der eigentliche Frauenkampftag auf einen Sonntag fällt, soll an einem Arbeitstag auf die Bedingungen von Frauen in Erwerbsarbeit aufmerksam gemacht werden.

Zur Demonstration aufgerufen sind alle Frauen, die gemeinsam laut und sichtbar sein wollen, unabhängig von Arbeitsbereich oder Branche. Auch Verbündete seien herzlich willkommen, wird von Verdi mitgeteilt.

Zudem wird am selben Tag vom sogenannten Töchterkollektiv in mehr als 80 deutschen Städten ein Frauenstreik organisiert, der in Frankfurt auf dem Römer stattfindet. Die ver.di-Mitglieder wollen sich mit ihrer Demonstration solidarisch mit diesen Streikenden zeigen.

Die Route verläuft vom Gewerkschaftshaus durch die Stadt bis zum Paulsplatz, wo sich die Teilnehmenden der Kundgebung des Töchterkollektivs anschließen werden. Der Aufruf zur Teilnahme ist kein gewerkschaftlicher Streikaufruf.

Knapp 77 Jahre nach der Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz gibt es immer noch viele Gründe zu demonstrieren, denn nach wie vor gibt es diskriminierende Faktoren für Frauen in lohnabhängiger Beschäftigung, beispielsweise:

  • Lohnungleichheit und Einkommensgefälle
  • Unterrepräsentation in Führungspositionen
  • Teilzeitfalle und prekäre Beschäftigung
  • Sexismus, Diskriminierung und fehlende Vereinbarkeitsstrukturen

Ablauf der Demonstration
15:15 Uhr – Treffen am Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner Str. 69-77
15:30 Uhr – Start der Demonstration
16:30 Uhr – Ende der Demonstration auf dem Paulsplatz