
03.03.2026 (pm/red) Aktuelle Entwicklungen in der Notfallmedizin haben die Veranstalter in den Mittelpunkt des 24. Mittelhessischen Rettungsdienst-Symposiums gerückt. Insgesamt rund 500 Teilnehmer aus Mittelhessen und nutzten an zwei Tagen die Gelegenheit, um sich in der Stadtallendorfer Stadthalle in Theorie und Praxis weiterzubilden und miteinander ins Gespräch zu kommen, wird berichtet.
Das organisations- und landkreisübergreifende Symposium habe sich in den zurückliegenden Jahren als feste Größe in Sachen Aus- und Weiterbildung für ärztliches und nicht-ärztliches Rettungsdienstpersonal etabliert, wird resümiert.
Veranstalter waren der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Mittelhessen, das Deutsche Rote Kreuz Rettungsdienst Mittelhessen und der Malteser Hilfsdienst, Bezirk Rettungsdienst Hessen. In diesem Jahr hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf federführend die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung übernommen.
„Unser Ziel war es, ein breites und an den Bedürfnissen der praktischen Arbeit im Rettungsdienst orientiertes Themenspektrum anzubieten“, erläuterte Maik Klein, der beim Landkreis Marburg-Biedenkopf den Fachdienst Rettungsdienst leitet.

Während am ersten Tag des Symposiums praktische Workshops im Mittelpunkt standen, bestimmten Fach-Vorträge den zweiten Tag der Veranstaltung. Ein Schwerpunkt der Workshops lag auf dem praktischen Training im Rettungs-Team, etwa zum Thema Wiederbelebung, Notfällen mit Kindern oder Beatmung.
Einblicke in militärische Arbeitsweisen in der Notfallmedizin bot die Bundeswehr, die vor der Stadtallendorfer Stadthalle eine Behandlungseinrichtung aufgebaut hatte und ihre Arbeit präsentierte. Die Aufgaben des Rettungsdienstes auf einem Behandlungsplatz für bis zu 25 Patienten in Katastrophenschutz-Lagen konnten sich die Teilnehmer ebenfalls ansehen.
Eine interaktive Fallkonferenz, bei der mit den Teilnehmern besondere Fälle aus dem rettungsdienstlichen Alltag besprochen wurden, sowie die Diskussion zu rechtlichen Fragestellungen rundeten das Workshop-Angebot ab.
In den Fachvorträgen am zweiten Tag des Symposiums haben namhafte Referenten ein breites Themenspektrum präsentiert:
- Von aktuellen Leitlinien bei der Wiederbelebung
- über kulturelle Vielfalt im Einsatz,
- Geschlechtergerechtigkeit in der Notfallmedizin,
- die Zusammenarbeit bei polizeilichen Sonderlagen
- bis hin zu rettungsdienstlichen Erkenntnissen der Großveranstaltung in Gießen im November 2025.
„Als Rettungsdienstträger ist uns eine gute Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals im Rettungsdienst sehr wichtig. Dazu hat das Mittelhessische Rettungsdienst-Symposium beigetragen. Landrat Jens Womelsdorf dankte dem Organisationsteam der Kreisverwaltung für die Planung und Organisation der Veranstaltung.
„Das Rettungsdienst-Symposium zeigt Jahr für Jahr eindrucksvoll, wie drei benachbarte Landkreise und drei unterschiedliche Rettungsdienst-Unternehmen in unserer Region eng, professionell und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, betonte auch der Vogelsberger Landrat Dr. Jens Mischak.
„Das Mittelhessische Rettungsdienstsymposium ist ein Erfolgsmodell für die interkommunale Zusammenarbeit im Rettungswesen unserer Region“, sagte Gießens Landrätin Anita Schneider.
