Stadt Kassel gedenkt der Bombennacht 1943

Blick über Innenstadtbereiche von Kassel nach den Bombenangriffen in der Nacht des 22. Oktober 1943. Links im Vordergrund die Türme der Martinskirche. Der Feuerschein der Brände war bis in das Marburger Hinterland bei Gladenbach zu sehen, wie Augenzeugen berichtet haben. Foto nn / Bildquelle Stadtarchiv Kassel

21.10.2026 (pm/red) Es war ein Ereignis geradezu apokalyptischen Ausmaßes, das Kassel im Zweiten Weltkrieg heimsuchte: das Flächenbombardement vom 22. Oktober 1943. Die Stadt gedenkt der Bombennacht auch an deren 83. Jahrestag öffentlich, darunter mit einem Gottesdienst um 18 Uhr in der Martinskirche.

In der Einladung der Stadt schreibt Oberbürgermeister Sven Schoeller: „In der Nacht des 22. Oktober 1943 wurden auf Kassel über 400.000 Brandbomben abgeworfen. Nahezu die gesamte Kasseler Innenstadt wurde bei dem verheerenden Luftangriff zerstört. Im Bombenhagel und dem anschließenden Feuersturm verloren rund 10.000 Kasseler Bürgerinnen und Bürger ihr Leben – in einem Krieg, der von Nazi-Deutschland begonnen wurde.„

Daran erinnern die Stadt und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit einer Kranzniederlegung am Donnerstag, 22. Oktober, um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof (Ehrenmal für die Bombenopfer und Gräberfeld für die ausländischen Kriegstoten).

Zudem gedenkt  der Gottesdienst ab 18 Uhr in der Martinskirche des Geschehens und seiner Opfer. Um 20.44 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns des Luftangriffs, läutet dann die Osanna-Glocke der Martinskirche.

Vor 83 Jahren hatten um 20.17 Uhr die Sirenen die rund 225.000 Menschen in der Stadt gewarnt. Nur wenige Minuten später griffen 444 Flugzeuge an.

Von den Folgen habe sich Kassel erst nach vielen Jahren erholt, so die Pressemitteilung der Stadt Kassel abschließend.
 Gemeint sind wohl Jahrzehnte (red.)

Mehr Info und Fotos online  www.kassel.de/bombennacht.