Bittere Pillen für Marburg – Verlust von Tausendundvielen Arbeitsplätzen nicht märchenhaft

Massenhafte Jobverluste trüben die Aussichten in Marburg. Sternbald-Illustration
17.01.2026 (mm/red) In Marburg als Universitätsstadt und Pharma-Standort steht in 2026 der Abbau von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen bevor. Gestern gab es in der Lokalpresse die jüngste Hiobsbotschaft: „Die Nexelis Marburg GmbH wird geschlossen. Alle 75 Mitarbeiter verlieren ihren Job“. Aus der Philipps-Universität wurde kürzlich der Abbau von 100 Stellen vom Personalratsvorsitzenden berichtet. „Bei BioNTech, CSL Behring und Nexelis sollen rund 1.000 Arbeitsplätze verloren gehen“ berichtete die Ärztezeitung bereits am 30.7.2025.
Wenn Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies heute Nachmittag in der Stadthalle rund 1.000 Gäste zum Neujahrsempfang begrüßt, liegt ein prekäres Jahr hinter ihm. Nur mit Millionenbeträgen vom Land Hessen konnte ein ausgeglichener Haushalt für 2026 aufgestellt und verabschiedet werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Marburg wird mit 4.865 Euro als die bei weitem höchste im Landkreis benannt.
Der Ausblick auf 2026 und die Folgejahre in Marburg mit massiven Arbeitsverlusten und strukturellen Haushaltsdefiziten ist alles andere als märchenhaft. Glänzen wird heute wohl alleine die goldene Amtskette des Stadtoberhaupts.


