
22.07.2026 (pm/red) In Biedenkopf steht vom 13. bis 15. August wieder der im siebenjährigen Turnus stattfindende Grenzgang statt. Am „Blackfacing“ des sogenannten >Mohr von Biedenkopf< gibt es Kontroverse Diskussionen und Kritik. Ausführlich berichtet wurde in der Lokalpresse und der Hessenschau angesichts deutlich vorgetragener Kritik an der geschminkten Leitfigur.
Die Linke Marburg-Biedenkopf weiß, dass der Grenzgang für viele Menschen in Biedenkopf ein Fest von großer emotionaler Bedeutung ist, das Identität und Gemeinschaft stiftet. „Gerade deshalb halten wir es für wichtig, die berechtigte Kritik ernst zu nehmen, statt sie zu übergehen. Eine Stadtgesellschaft muss sich auch bei liebgewonnenen Traditionen fragen dürfen, ob eine Praxis heute noch zeitgemäß ist – unabhängig davon, wie sie gemeint ist. Gute Absichten schützen nicht vor rassistischen Auswirkungen.“
Geworben wird für einen offenen, respektvollen Austausch des Grenzgangsvereins mit den Kritikern. Plädiert wird zudem für konkrete Schritte zur Weiterentwicklung der Figur ein – etwa durch eine Umbenennung und den Verzicht auf Blackfacing. So könne eine Tradition, die vielen Menschen am Herzen liegt, zukunftsfähig gemacht werden, ohne dass sie auf Kosten anderer geht, wird mitgeteilt.
