Alexeir Diaz Bravo präsentiert „Homo’Nimas“ im Meteorologischen Turm auf dem Schlossberg

17.08.2026 (pm/red) Der in Havanna geborene und in Marburg lebende Künstler Alexeir Diaz Bravo präsentiert vom 21. bis 23. August 2026 sowie am 29. August 2026 seine neue Ausstellung „Homo’Nimas“ im historischen Ambiente des Meteorologischen Turms auf dem Marburger Schlossberg. Die Schau widmet sich der vielschichtigen Frage nach der menschlichen Identität und verbindet griechische Mythologie, christliche Ikonografie und traditionelle europäische Kunsttraditionen zu einem visuellen und emotionalen Gesamterlebnis.

Künstlerische Vision und Werke

Diaz Bravo ist bekannt für seine dramatischen und emotional bewegenden Werke. In der Serie „Homo’Nimas“ zieht er mit großformatigen Kreidezeichnungen das Publikum in ihren Bann. Die Werke provozieren Assoziationen und werfen fundamentale Fragen auf: Wie einzigartig sind wir wirklich? Der Titel des Werks ist ein spanisches Wortspiel auf „Homonym“ (sp. homónimas) und verweist auf die Mehrdeutigkeit von Begriffen wie „Bank“ oder „Schloss“. Durch die Kombination des lateinischen „homo“ (Mensch) mit dem Begriff der Homonymie führt der Künstler den Betrachter zurück zu sich selbst.

„Ich freue mich sehr, meine aktuellen Arbeiten an diesem besonderen Ort oberhalb des Schlosses präsentieren zu können“, so Alexeir Diaz Bravo. „Mit ‚Homo’Nimas’ zeige ich meine bisher wichtigste Ausstellung in Marburg. Die Werke entziehen sich einer vorschnellen Beurteilung und klaren Zuordnung. Was zurückbleibt, ist die Suche nach Entsprechungen und, in Auseinandersetzung mit christlichen Vorstellungen, der Weg der Menschen zwischen radikaler Ohnmacht und der gemeinsamen, vorsichtigen Suche nach Hoffnung.“

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen und großformatige Skulpturen aus Stoff und Holz. Diaz Bravo entwirft phantastische Gestalten, die an griechische Mythen erinnern, und verwebt sie mit Motiven aus dem Christentum. Diese Verschmelzung spiegelt die Biografie des Künstlers wider. Die Verbindung katholischer Elemente mit nicht-institutionellen religiösen Naturkräften, die er seit seiner Kindheit in Havanna kennt. Die Werke entstehen durch eine schichtweise Technik, die an Collagen erinnert und eine komplexe Ästhetik der traditionellen Ikonografie nachbildet.

Alexeir Díaz wurde in Havanna, Kuba, geboren und studierte an der Kunstakademie seines Heimatlandes. Dort realisierte er diverse Einzel- und Gruppenausstellungen, unterrichtete an verschiedenen Schulen und entwickelte ein Projekt zum Thema „Kunst und Therapie“ in einer psychiatrischen Klinik. 2013 zog er nach Marburg, seitdem ist er international tätig mit Ausstellungen vorwiegend in den Niederlanden, Spanien und Italien.

Ausstellungseröffnung –  mehrstufiges kulturelles Ereignis

  • Freitag, 21. August 2026:
    • 18:00 Uhr: Vernissage
    • 18:30 Uhr: Konzert mit Vito Hausen & Band
    • 20:00 Uhr: Audio-Poesie-Installation sowie Live-Lesung von Dominique Macri und Ken Yamamoto
  • Samstag, 29. August 2026:
    • 17:00 – 20:00 Uhr: Finissage mit offener Bühne für Musik, Poesie und Pamphlete.
    • Anmeldung für den Auftritt unter: flacopinga2017@gmail.com