Wendepunkt: Mehr konfessionsfreie Menschen in Deutschland als Katholiken und Protestanten

Blick zur Marburger Elisabeth-Kirche von der Ketzerbach. Sternbald Archiv-Foto
03.01.2026 (pm/red) Es ist ein historischer Wendepunkt: Erstmals in der Geschichte Deutschlands stellen konfessionsfreie Menschen einen größeren Bevölkerungsanteil als Katholiken und Protestanten zusammengenommen. Dies geht aus den Daten hervor, welche die »Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland« der Giordano-Bruno-Stiftung veröffentlicht hat.
Demnach hatten Ende 2023 die Konfessionsfreien mit 46 Prozent bereits einen ebenso großen Anteil an der Gesamtbevölkerung wie Katholiken und Protestanten. In 2024 seien sie an den Mitgliederzahlen der Großkirchen vorbeigezogen, wird mitgeteilt.
Laut den aktuellen Berechnungen stellten
- Katholiken Ende 2024 23,7 Prozent der Bevölkerung
- Protestanten (EKD) 21,5 Prozent
- Muslime 3,9 Prozent.
Weitere Religionsgemeinschaften (darunter orthodoxes Christentum, Freikirchen, Zeugen Jehovas, Judentum, Aleviten, Buddhisten und Hindus) kommen auf 4,1 Prozent.
Die Konfessionsfreien ergeben 46,8 Prozent. Gerundet ergibt dies 47 Prozent Konfessionsfreie zu 45 Prozent Katholiken und Protestanten.
Größte nichtstaatliche Arbeitgeber in Deutschland sind die evangelische und katholische Kirche mit den Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas. Rund 1,8 Millionen Menschen haben dort ihre Arbeitsplätze.


