Michelbacher Kinder pflanzen Bäume für die Zukunft

Begleitet von Jugenddezernentin Nadine Bernshausen, links, dem Förster und Waldpädagogen Florian Zilm und den beiden Erzieherinnen Bianca Bender und Samantha Febel pflanzten die zehn Kinder der Michelbacher Kita Friedrich-Fröbel-Straße junge Bäume im Wald am Marburger Rücken. Foto nn

06.05.2026 (pm/red) Mit kleinen Spaten und großer Neugier haben zehn Kinder der städtischen Kita in der Friedrich-Fröbel-Straße in Michelbach selbst angepackt: Gemeinsam beim Privatwaldbesitzer Andreas Schogs von der FBV Michelbach und mit dem Forstamt Kirchhain pflanzten sie junge Bäume im Waldgebiet Marburger Rücken am Wanderweg C5 und setzten damit ein sichtbares Zeichen für den Schutz der Umwelt.

Die Idee kam von den Kindern selbst. Mit dabei waren die zehn „Schulis“ der Michelbacher Kita, also jene Mädchen und Jungen, die im Sommer eingeschult werden. Im Gruppenalltag beschäftigten sie sich zuletzt intensiv mit Fragen rund um Umwelt und Zukunft: Wie bleibt unser Wald gesund? Was können wir selbst tun? Die Antwort lag für die Kinder in der Pflanzaktion. Kita-Leiterin Heike Staffel erklärt: „Die Kinder haben unglaublich viele Fragen gestellt und wollten es ganz genau wissen. Irgendwann war klar: Nur darüber reden reicht ihnen nicht – sie wollen selbst aktiv werden.“

Unter Anleitung von Förster Florian Zilm vom Forstamt Kirchhain ging es dann los: Löcher graben, Setzlinge in die Erde bringen, den Boden wieder andrücken. Die Kinder pflanzten Lärchen, Eichen, Akazien und Tannen. Zum Schutz vor Wildverbiss erhielten die Setzlinge noch eine schützende Hülle.

Bei der Aktion lernten die Kinder, dass das Aufforsten von Wäldern eine echte Zukunftsarbeit ist. „Denn Wälder kühlen unsere Städte, speichern Wasser, binden CO2 und sind Lebensraum für unzählige Arten“, hob Förster Florian Zilm hervor. Gerade durch Trockenheit, Stürme und Schädlinge stünden viele Wälder unter Druck – neue, widerstandsfähige Mischbestände seien deshalb entscheidend.