
06.03.2024 (pm/red) Das Deutsche Studentenwerk schlägt Alarm weil unzählige Studierende die Rückkehr in den normalen Studienalltag nicht geschafft haben. Prof. Dr. Beate Schücking als Präsidentin des Deutschen Studierendenwerk (DSW), macht auf die anhaltenden Folgen aufmerksam, von denen insbesondere die Beratungsarbeit seit Corona betroffen ist.
Das Stressempfinden bei Studierenden sei stark angestiegen. Stressauslösende Faktoren waren
- erhöhter Arbeitsaufwand durch die Online-Lehre
- Wissens- und Kompetenzrückstände wg. ausgefallener Veranstaltungen
- Unzufriedenheit mit dem Online-Studium.
Der Mangel an Austausch mit Kommilitonen und Lehrenden und der Verlust von Nebenjobs verstärkte den Anstieg des Stressempfindens mit Symptomen von Depressionen und Ängsten. 16 Prozent aller Studierenden sind von mindestens einer gesundheitlichen Beeinträchtigung betroffen, so das Studentenwerk.
Anhaltende psychische Belastungen hinterlassen weiterhin Spuren
„Schücking erläutert:Verhaltensweisen, die unter den Bedingungen des Online-Studiums entstanden sind, enden nicht automatisch. Oft ist die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, im Studium und bei der Erwerbsfähigkeit. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage, welche Studierende belastet und zu Verunsicherung führt, appellieren wir an Bund und Länder langfristige finanzielle Ressourcen für die Psychologischen und Sozialen Beratungsstellen Studierendenwerken bereitzustellen. Konkret fordern wir zehn Millionen Euro Bund-Länder-Mittel über die kommenden vier Jahre.“
