Politischer Salon: Die fesselnde Geschichte von Richard Sorge – einem der bekanntesten sowjetischen Spione des Zweiten Weltkriegs
12.01.2026 (pm/red) Mit einem Blick zurück in die Weimarer Zeit und einer Vorschau auf eine bevorstehende Buchveröffentlichung startet der Politische Salon in das Jahr 2026. Gastgeber Johannes M. Becker begrüßt am 23. Januar als Kollegen den Politologen Prof. Dr. Jörg Becker. Dessen neustes Buch vergegenwärtige mit Richard Sorge eine „hochinteressante Persönlichkeit der Weimarer Zeit“, wird angekündigt.
Dieser Vortrag beleuchtet Sorges bemerkenswerten Werdegang: von einem bedeutenden Intellektuellen der frühen Weimarer Republik bis hin zu einem legendären sowjetischen Spion, der 1944 in Tokio hingerichtet wurde.
Betrachtet werden seine akademischen und journalistischen Tätigkeiten und erörtert wird, wie seine kommunistische Überzeugung seine Arbeit prägte. Welche Lehren lassen sich aus seinem
Leben für unsere komplexe und konfliktreiche Welt ziehen?
Das Publikum wird eingeladen gemeinsam einen Blick auf historische Zusammenhänge zu werfen
und deren Relevanz für heute zu diskutieren.
Jörg Becker, Prof. Dr., Jg.1946, lehrte Politikwissenschaft an der Universität Marburg, Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck von 1999 bis 2011.
Freitag, 23. Januar 2026, 18.30 Uhr – vhs Marburg
Anmeldeschluss online bis 19. Januar, 23:30 Uhr
Richard Sorge, wegen Spionage für die Sowjetunion 1944 in Tokio gehängt, lebte von 1918 bis 1924 an mehreren Orten zwischen Frankfurt und Kiel. Von traumatischen Kriegserlebnissen geprägt, wirkte er von 1920 bis 1922 als politischer Redakteur der überregional bedeutsamen ›Bergischen Arbeiterstimme‹ in Solingen. Erstmals werden hier seine insgesamt 43 Artikel aus der täglich erscheinenden Zeitung wiedergegeben. Nach seiner Tätigkeit im Bergischen Land arbeitete Sorge bis zu seiner Ausreise nach Moskau 1924 am neu gegründeten Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main.
Jörg Becker
Der spätere Spion Richard Sorge 1918-1924
Hardcover, etwa 680 Seiten. Erscheint im April 2026 im Papyrossa Verlag
ISBN 978-3-89438-871-3


