
30.07.2026 (pm/red) Die 36. Tour de Natur lädt am Samstag, den 1. August, zur Fahrraddemo über die Stadtautobahn in Marburg ein. Radfahrende aus ganz Deutschland protestieren im Etappenort Marburg auf der B3 für eine klimafreundliche Verkehrspolitik.
Die B3 durch Marburg als ein Fremdkörper in der Stadt und symbolisiere eine veraltete Verkehrspolitik, die allein den Autoverkehr im Blick
habe, wird erläutert. Für eine nachhaltige Mobilität brauche es stattdessen einen Ausbau von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr. Es sei Zeit für einen Rückbau von solch überdimensionierten Straßen. Der erste wichtige Schritt ist ein Tempolimit von 80 kmh gegen den Verkehrslärm.
Treffpunkt zur Fahrt über die Marburger Stadtautobahn ist am Samstag, 1. August, um 9:30 Uhr vor dem Gymnasium Philippinum, Leopold-Lucas-Str. 18. Alle Marburger Radlerinnen und Radler sind herzlich eingeladen, sich der Demonstration anzuschließen.
Die 36. Tour de Natur ist am 25. Juli in Frankfurt gestartet und führt weiter über Treysa und Eisenach nach Erfurt, wo sie am 8. August endet. Diesjähriger Schwerpunkt ist die Weichensetzung für eine klimafreundliche Verkehrspolitik. Die rund 120 Teilnehmenden kommen aus allen Teilen Deutschlands.
In Lollar setzt sich die Tour de Natur bereits am Donnerstag, den 30. Juli, für Radwege durch die Innenstadt ein. Am Samstag, 1. August, kommt die Fahrraddemo im Anschluss an die Fahrt über die Marburger Stadtautobahn nach Kirchhain, wo um 12:15 Uhr eine Kundgebung für Radverkehr auf dem Markt ankündigt ist.
Die Tour de Natur ist 1991 aus dem Widerstand gegen die „Thüringer-Wald-Autobahn“ entstanden. Unter dem Motto „Aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam“ engagieren sich Radler für den Schutz der Umwelt. Mitradeln ist für alle möglich – auch spontan und einzelne Etappen. Informationen gibt es unter tourdenatur.net.
