
31.08.2026 (pm/red) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg begrüßt die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Ministerpräsident Boris Rhein, Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori und Armin Pappberger, Vorstand Rheinmetall AG, am Kassel Airport. Es wird bewertet als außerordentliches positives Zeichen für den Innovations- und Verteidigungsstandort Nordhessen.
Nach dem Fulda-Gap soll kommen der „Defence Hub Nordhessen“
- Der Ausbau des Kasseler Rheinmetall-Werks
- Ein neues vom Land Hessen gefördertes Logistik- und Technologie Zentrum von Rheinmetall am Kassel Airport
- Der Aufbau eines eigenen Drohnentestzentrums von Rheinmetall.
Im konstruktiven Miteinander von Politik und Wirtschaft zum Rüstungsgipfel
Der Kassel Airport entwickele sich mit hoher Geschwindigkeit als multifunktionaler Infrastrukturstandort, unterstreicht der IHK-Hauptgeschäftsführer, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbe, zugleich Mitglied des Aufsichtsrates des Kassel Airport. Er dankt allen Beteiligten, die den „strategischen Meilenstein Defence Hub Nordhessen“ möglich gemacht haben.

Der mit 260 Millioen Euro gebaute Kassel Airport als bisheriger Verlustbringer, von dem sehr wenige Ferienflieger starten, erfährt eine Gegen-Konversion. Dort sind dann Drohnen angesagt, Drohnenabwehr, High-Tec und 1.000 neue Jobs. Die Deindustrialisierung in Deutschland mit jährlichem Verlust von ca. 125.000 besten Industriearbeitsplätzen schreitet ungebrochen voran. Bei Volkswagen alleine drohen 50.000 Arbeitsplätze verloren zu gehen. Im nordhessischen VW-Standort Baunatal arbeiten (noch) rund 17.000 Beschäftigte. Viele blicken bang in die Zukunft.
Redaktionelle Anmerkungen
In 2026 serviert – auch der neue Oberbürgermeister Dr. Sven Schöller – pünktlich zum 1. September, dem weltweiten Antikriegstag, ein beispielloses Rüstungsprogramm für seine documenta-Stadt. „Deutschland, siehst du das nicht?“ fragt der Fernsehschauspieler Roman Knižka in einem Literaturkonzert am 16. September Bürgerhaus Breidenbach im Marburger Hinterland. Das ist weit weg von Kassel. Weit weg und vergessen scheint auch die Geschichte und Zerstörung Kassels als Rüstungsstandort im Zweiten Weltkrieg. In Marburg, Kassel und vielen anderen deutschen Städten halten Friedensfreunde am 1. September dagegen. Sie gehen mit Friedensfahnen und Warntransparenten auf die Straßen. Übrigens ist in Kassel die Zentrale des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ansässig. Dort hat man nach wie vor viel zu tun mit Umbettungen und Pflege der Friedhöfe und Gedenkstätten für Millionen und Millionen im Krieg 1939 bis 1945 getöteten Soldaten. Nahe gelegenen finden sich die Arolsen Archives, das größte Archiv über Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus, welches sich ungebremster Nachfragen erfreut.
