Marburg 15.5.2011 (yb) Ein Aufreger war der Parteitag, war die Jahreshauptversammlung der Marburger Sozialdemokraten am Freitag, dem 13. Mai, nicht. Recht kurzfristig hatte der bisherige Vorsitzende zur Vermeidung von Überlastung recht knapp vor der länger terminierten Zusammenkunft Marianne Wölk als Nachfolgerin in der Position Parteivorsitz vorgeschlagen. Das ging glatt durch, freilich ohne überragendes Wahlergebnis für die neue Marburger SPD-Vorsitzende. Auch die anderen Vorstandspositionen wurden neu gewählt. Dazu gab es die notwendigen Regularien mit Rechenschaftsberichten und insgesamt relativ wenig Inhaltliches. Gänzlich fehlten Kontroversen im Bürgerhaus Moischt, wo sich 50 stimmberechtigte Delegierte und noch einmal 10 interessierte Genossen als Zuhörer eingefunden hatten.

Klar und mehrfach verlautbart wurde, allerdings mit besonderen Hinweisen versehen, der Wille zum Weitermachen als Rot-Grünes Rathausbündnis. Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 27. März des Jahres mit Zugewinnen für die SPD und größeren Zugewinnen für die GRÜNEN entbehrt dies allerdings jeglicher Überraschung.
Anders betrachtet, gibt es im Grunde und tatsächlich keine Alternative mit einer abgemeierten CDU, zersplitterten Bürgerfraktionen samt schwächerer FDP und der Marburger Linke als weiteren Verlierer. Dass gleichwohl kein politisches business als usual ansteht, wurde im Verlauf des Parteitages allerdings unüberhörbar.
Ergänzung erfuhr der Bericht mit der Rückschau des ausgeschiedenen Fraktionsvorsitzenden Matthias Acker, der Ausbau Messegelände, Ausbau des BiP am Rudolphsplatz, Schwimmbadsanierung Wehrda, Feuerwehrentwicklungsplan und die umfangreichen Sanierungen und Modernisierungen von Schulbauten als geleistete Ergebnisse und Erfolge in das Gedächtnis rief. Eine Bilanz, die sich offensichtlich im Wahlergebnis wiederfinde, sagte Acker.
Gute Stimmung bei den drei SPD-Frauen Marianne Wölk, links, als neugewählter Vorsitzenden, der scheidenden Stadträtin Kerstin Weinbach mit Sohn Johanno, und Erika Lotz-Haliloviv, noch nicht wiedergewählte bishereige Ortsvorsteherin im größten Stadtteil Richtsberg. (Foto Hartwig Bambey)

