
12.12.12025 (pm/red) Die Kabinettausstellung „Verheißungsvoll. Bilder von Kosmos und Hoffnung“ im Schloss Wilhelmshöhe thematisiert künstlerische Auseinandersetzung vom Jenseits und eines geordneten Weltgefüges im 16. Jahrhundert. Die Präsentation veranschaulicht, wie stark die Bilderwelten jener Zeit von Glauben und kulturellen Traditionen geprägt waren, wird erläutert. Das Jenseits beschäftigt nicht nur Theologen, sondern ebenso Dichter und Kunstschaffende.
Zwischen Furcht und Hoffnung bewegte sich das religiöse Leben der Menschen im 16. Jahrhundert. Bilder machten das Verborgene greifbar: Sie mahnten, trösteten und erinnerten an das Jüngste Gericht. Das Jenseits beschäftigt nicht nur Theologen, sondern ebenso Dichter und Kunstschaffende, die sich über Jahrhunderte hinweg mit den Grenzen des Darstellbaren konfrontiert sahen.
Das Jenseits galt als unzugänglich, unsichtbar und letztlich unvorstellbar, denn niemand hatte je den eigentlichen Bildgegenstand gesehen. Gleichzeitig gewann in dieser Zeit die naturalistische Darstellung der sichtbaren Welt zunehmend an Bedeutung.
Die Spannung zwischen realistischer Abbildung und spekulativer Bildfindung verlangte besonderen Einfallsreichtum. Antike Bildtraditionen spielten dabei eine bedeutsame Rolle und prägten früh die christlichen Vorstellungen von Himmel, Hölle und kosmischer Ordnung. Bilder erfüllten zugleich eine wichtige Vermittlungsfunktion.

Sie brachten die (christliche) Heilsgeschichte zu den Menschen und stärkten die Hoffnung auf Erlösung. Sakrale Kunstwerke dienten nicht nur der Andacht, sondern sollten auch das eigene Seelenheil sichern. In ihnen spiegelt sich ein Weltverständnis, in dem religiöse und weltliche Ideen eng miteinander verwoben waren. Religiöse Praxis, moralisches Handeln und Stiftungen galten als zentrale Mittel zur Sicherung des eigenen Seelenheils, verdichtet und versammelt als Kabinettausstellung.
Sie lädt dazu ein, diese faszinierenden Bildwelten und ihre kulturellen Hintergründe neu zu entdecken. Sie zeigt, wie eng Kunst, Glaube und Weltwissen miteinander verflochten waren – und wie sehr die Vorstellungen vom Jenseits bis heute nachwirken.
Verheißungsvoll. Bilder von Kosmos und Hoffnung vom 12. Dezember 2025 bis 6. September 2026
