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Kunstjahr 2020 in Willingshausen – „Begegnung – Beziehung – Betrachtung“ lautet das Motto

Im voll besetzten Saal der Kunsthalle Willingshausen begrüßte Bürgermeister Heinrich Vesper am 9. Februar die zahlreichen Gäste zur Vorstellung des Jahresprogramms 2020 in Willingshausen. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Burgwald 10.02.2020 (yb) Bürgermeister Heinrich Vesper und Paul Kalbfleisch, Geschäftsführer der Willingshausen Betriebsgesellschaft, hatten zum gemeinsamen Auftakt nach Willingshausen eingeladen und konnten sich über Resonanz nun wirklich nicht beklagen. In einem abwechslungsreichen Programm wurde in der Kunsthalle Willingshausen und im Gerhardt-von-Reutern-Haus einiges geboten, was den mehr als 70 Gästen aus nah und fern diesen Abend zu einem kurzweiligen Ereignis und Erlebnis mit sogar kulinarischen Leckerbissen – aufgetragen wurde das Schwälmer Hochzeitsessen – werden ließ. Vor dem gemütlich-nahrhaften Teil im Saal des Reutern-Hauses mit Klavierbegleitung von Martin Bickel wurde zunächst das Programm des bereits laufenden Kunstjahres kurzweilig vorgestellt.

In seiner Begrüßung brachte Bürgermeister Vesper zunächst den Dank für vielfältige geleistete Arbeit mit unterschiedlichen Angeboten im Malerdorf Willingshausen zum Ausdruck, als deren lebhafte Resonanz sich die zahlreichen Gäste an diesem Abend in die Merzhäuser Straße zusammengefunden hatten. Zunächst war es dann an Paul Dippel, 2. Vorsitzender der Vereinigung Malerstübchen Willingshausen, einen Überblick zu geben über das Jahresprogramm mit dem vielseitig zu interpretierenden Motto „Begegnung – Beziehung – Betrachtung“. Als dann dritte Ausstellung in der Kunsthalle 2020 wird am 14. März eine Ausstellung von Gerd Römer, Gießen eröffnet. In Einzel- und Gruppensaustellungen ist der Landschaftsmaler Römer bereits mehrfach n Willingshausen präsentiert worden. So wird interessieren welche weiteren und neueren Arbeiten von Römer im April zu sehen sein werden.

Im Rahmen der Vorstellung des Jahresprogramm 2020 in Willingshausen stellte Bernhard Balkenhol, Kurator des Willingshäuser Künstlerstipendiums, die diesjährigen Stipendiatinnen Selina Schwank und Martha Frieda Friedel vor. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Anschließend wird Selena Schwank als mittlerweile 50. Stipendiatin die im Rahmen ihres gerade begonnen Gastaufenthalts ientstehenden Arbeiten ausstellen. Unter den weiteren kommenden Kunstausstellungen dieses Jahres dürfte die angekündigte Präsentation der Fotografin Anna Lysikow mit dem Titel „beTrachtungen“ bisherige Darstellungen, Sehgewohnheiten und Perspektiven verändern wenn sich sogar sprengen.

Die Fotografin hat sich mit der Schwälmer Tracht auseinandergesetzt, ohne in überkommener Manier den bunten Röcken, Schnatz und Betzel einfach eine weitere Abbildungsserie hinzu zu fügen. Anna Lysikow geht weiter, sucht und findet das sehr Feminine in und mit der Tracht, kulminierend in weiblichen Rundungen. Einzelne Körperzonen kombiniert mit Teilen der Tracht eröffnen ungewohnte Blickwinkel, in denen mehr Haut und feminine Körperlichkeit gezeigt wird. Ein sinnlich-ästhetisches Experiment, das neugierig machen mag.

Im Juli und August folgt die Ausstellung des „Malersymposium 2020“, zu dem unter künstlerischer Leitung von Ben Kamili 9 Künstlerinnen in Willingshausen einfinden werden, um dann die Ergebnisse ihres Schaffens zu präsentieren. Ben Kamili selbst wird im September und Oktober Werke seiner eigenen und eigenwilligen Landschaftsmalerei in der Kunsthalle Willingshausen ausstellen. Nach einer Sonderpräsentation „Lebenslinien“ als Gedenkausstellung zu geretteten jüdischen Kindern vor der Verfolgung und Vernichtung in Nazideutschland beschließt dann die Präsentation von Martha Frieda Friedels als 51. Stipendiatin das Ausstellungsjahr in Willingshausen. (Jahresprogramm als PDF online hier.)

Gemälde von Jacob Fürchtegott Dielmann „Schwälmer Kinder vor der Haustür“.

In 2020 gibt es in Willingshausen wieder verschiedene Kursangebote zur Malerei und anderen künstlerischen Techniken. Darüber informiert eine Übersicht, die als PDF heruntergeladen werden kann. Ein längere Tradition kann zudem der „Bilderschwatz“ vorweisen, eine Reihe von Publikumsveranstaltungen, in der bekannte und weniger bekannte Maler der früheren Malerkolonie Willingshausen und auch andere Kunstschaffende vorgestellt und zum Gespräch mit dem Publikum präsentiert werden.

So findet am Samstag, 15. Februar der mittlerweile 42. Bilderschatz statt. Hans Prinz von der Vereinigung Malerstübchen Willingshausen wird dabei ein Gemälde von Jacob Fürchtegott Dielmann erläutern.

Bei der gelungenen Jahresauftaktveranstaltung in Willingshausen wechselten die Gäste nach dem informativen Teil von der Kunsthalle in den Saal des Gerhardt-von-Reutern-Hauses, wo an großen Tischgruppen Platz genommen wurde.

An festlich gedeckten Tafeln wurden in Willingshausen den Gästen Grußworte zuteil, hier Landrat Winfried Becker, rechts, ehe das Schwälmer Hochzeitsessen aufgetragen wurde. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Hier wurden als Ehrengäste MdB Dr. Edgar Franke aus Gudensberg, der Landrat des Schwalm-Eder-Kreise Winfried Becker, Repräsentanten der Sparkasse Schwalm-Eder, vom Fremdenverkehrsverband Rotkäppchenland und der von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen willkommen geheißen. Auch hier übernahm Martin Bickel am Flügel die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, zu der als kulinarischer Leckerbissen das Schwälmer Hochzeitsessen von den Willingshäuser Landfrauen aufgetragen wurde. Nach einem gelungenen ebenso kurzweiligen wie informativen Abend haben die Gäste sich dann auf ihren Nachhauseweg in alle Himmelsrichtungen begeben. Willingshausen hat einiges zu bieten in diesem Jahr.

 

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