
04.07.2026 (pm/red) Bäume prägen Wälder und freie Landschaften und übernehmen innerörtlich in Städten und Dörfern wichtige Funktionen für Mensch und Natur. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises fördert daher die innerörtliche Pflanzung von Bäumen. Nicht nur für die Artenvielfalt und Kultur spielen Bäume eine wichtige Rolle, sondern beispielsweise auch als Schattenspender im Sommer, wird informiert.
Förderanträge für Pflanzungen sowie der dazugehörige Leitfaden können per E-Mail an Naturschutz@Marburg-Biedenkopf.de angefragt werden.
Förderung von Baumpflanzungen durch Ersatzgeld möglich
Zur Schaffung innerstädtischer Grünstrukturen können Dorfverschönerungsvereine oder kommunale Akteure, wie Städte und Gemeinden, eine Förderung für Baumpflanzungen erhalten, wird mitgeteilt. Voraussetzungen sind, dass entsprechende Konzepte vorliegen, der Erhalt der Bäume gesichert werden kann und keine weiteren gesetzlichen Verpflichtungen zur Anpflanzung bestehen. Die Fördermittel stammen aus dem sogenannten naturschutzrechtlichen Ersatzgeld.
Lebensraum Baum: Vielfalt unter der Rinde
„Bäume spenden Schatten, filtern Schadstoffe, binden Kohlendioxid und sorgen durch Verdunstung für Abkühlung. Besonders an heißen Tagen sind Bäume für viele Menschen daher eine willkommene Zuflucht“, erklärt Katharina Franziska Hof von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.
Dabei gelte es zu bedenken: Alte Bäume seien wegen ihrer Größe und Blattmasse besonders leistungsfähig und können durch junge Nachpflanzungen nur langfristig ersetzt werden. Deshalb sei es wichtig, alte Bäume zu erhalten und mit der Pflanzung neuer Bäume einen Beitrag für die Zukunft zu leisten.
Als Kulturgut erfüllen Bäume eine wichtige Funktion, erläutert die Biologin. „Bäume im Ortsbereich sind mehr als nur gestalterische Elemente. Sie sind lebendige Zeugnisse historischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. So wurden früher beispielsweise Linden auf zentralen Plätzen gepflanzt, um Orte der Begegnung, des Austauschs oder der Rechtsprechung zu markieren. Während Tanzlinden Dreh- und Angelpunkte von Feierlichkeiten waren, stellte die sogenannte Gerichtslinde über Jahrhunderte hinweg ein Sinnbild für Gerechtigkeit und Gnade dar.
