Forderung nach höheren BAföG-Satz wegen steigender Wohnkosten für Studierende

23.03.2026 (pm/red) Neue Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts zeigen weiterhin steigende Wohnkosten für Studierende, womit hohe Mieten zunehmend die junge Generation überfordern, wird vom Deutschen Studierendenwerk angemahnt,  Demnach hängen die Mieten die BAföG-Wohnkostenpauschale weiter ab. In kaum einer Stadt reicht das BAföG für ein durchschnittliches WG-Zimmer. Das Deutsches Studierendenwerk fordert Bundesregierung auf, das BAföG zum Wintersemester zu erhöhen.

„Lassen Sie die junge Generation nicht hängen“

Die neuen Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts kommentiert Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks (DSW): „Die hohen Mieten drohen die junge Generation zu erdrücken. Die BAföG-Wohnkostenpauschale ist dramatisch zu niedrig, mit ihr kann man sich kaum ein durchschnittliches WG-Zimmer leisten. Die Preise auf dem Wohnungsmarkt laufen dem BAföG davon. Und ausgerechnet in dieser Lage steckt die längst versprochene BAföG-Novelle im Bundeskabinett fest. Mein dringender Appell an Forschungsministerin Dorothee Bär und Finanzminister Lars Klingbeil. Lassen Sie die junge Generation nicht hängen, brechen sie nicht das BAföG-Versprechen der Bundesregierung! Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, muss die Wohnkostenpauschale zum kommenden Wintersemester steigen. Das anvisierte Plus von 380 auf 440 Euro ist dabei die absolute Unterkante. Insgesamt brauchen wir eine grundlegende Reform des BAföG. Es muss höher, einfacher und digitaler werden.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Frage in den Hochschulstädten. Über Jahrzehnte wurde es versäumt, die wachsende Zahl der Studierenden mit einem entsprechenden Ausbau der sozialen Infrastruktur zu begleiten. Das fällt uns nicht erst jetzt auf die Füße. Das Bund-Länder-Programm Junges Wohnen ist nun ein echter Lichtblick. Allein im Jahr 2025 und waren knapp 20.000 Plätze für studentisches Wohnen im Bau oder in Planung. Wer die Wohnungsnot in den Hochschulstädten bekämpfen will, läuft nicht Kurz, sondern eher Mittel- und Landstrecke.

Viele Länder nutzen die Mittel des Jungen Wohnen gut, aber noch nicht alle. Es sind aber alle Länder aufgefordert, diese Mittel kraftvoll einzusetzen, um bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Azubis zu schaffen. Es wäre fatal, wenn sich in der jungen Generation der Eindruck festsetzt, bei den demokratischen Parteien mit ihren Nöten zu wenig Gehör zu finden.“