Hessenmonitor zur Demokratie – Fest verankert und  Erwartungen an Politik  

27.06.2026 (pm/red) Menschen in Hessen stehen fest zur Demokratie. Zugleich wünschen sie sich, dass die Politik Probleme sichtbarer löst und auf die Anliegen der Menschen eingeht. Das zeigt der Hessenmonitor 2026, eine repräsentative Bevölkerungsbefragung. Sie ist Teil des Programms „Stärkung der Demokratieforschung“ des hessischen Wissenschaftsministeriums. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat am Freitag gemeinsam mit Prof. Dr. Isabelle Borucki von der Philipps-Universität Marburg erste Ergebnisse vorgestellt.

„Unsere Demokratie steht von innen und von außen unter Druck. Wer Demokratie fördern will, muss wissen, wo sie stark ist und wo Handlungsbedarf besteht. Der Hessenmonitor liefert dafür eine wissenschaftliche Grundlage. Er zeigt: Unsere Demokratie verfügt über ein starkes Fundament“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels.

Gleichzeitig mach die Studie deutlich, dass demokratische Unterstützung nicht selbstverständlich ist. Viele Menschen würden vermissen, dass Politik zuhört und Veränderungen bewirken kann. Sie wünschen sich spürbare politische Wirksamkeit. Deshalb müssten wir Entscheidungen nachvollziehbarer machen und die Menschen stärker an politischen Prozessen beteiligen.

Für den Hessen-Monitor kontaktierte das Forschungsteam zwischen Mai und Juni 2026 insgesamt 30.000 Personen, um eine Zufallsstichprobe zu bilden. Mehr als 4.000 Interviews mit Menschen zwischen 19 und 86 Jahren wurden geführt. Die Studie soll demokratische Einstellungen, gesellschaftliche Entwicklungen sowie Herausforderungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beobachten.