Susanne Hofmann mit Empathie, Engagement und Weitsicht 40 Jahre in Diensten der Stadt Marburg

Dipl. Päd. Susanne Hofmann wurde mit Blumenstrauß vom Oberbürgermeister nach 40 Jahren in Diensten der Stadt Marburg in den Ruhestand verabschiedet. Foto Julia Frauenstein
06.02.2026 (pm/red) Die Diplom-Pädagogin Susanne Hofmann hat die Jugendförderung und Soziale Arbeit über vier Jahrzehnte in Marburg geprägt und wurde in den Ruhestand verabschiedet. Dabei wirkte sie in zahlreichen Projekten und Netzwerken, nachdem Ihr beruflicher Weg als freie Mitarbeiterin am Treffpunkt Richtsberg begonnnen hatte.
„Mit Ihnen geht ein Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen gerade im sozialen Bereich. Ihre Geschichten, Erfahrungen und Erzählungen, all das kann man nicht aus Akten ziehen“, betonte OB Spies in seiner Abschiedsrede.
Im Beisein von zahlreichen Wegbegleitern wurde ihr nach 40 Jahren im Dienst der Stadt viel Anerkennung und Dankbarkeit zuteil. Jugendförderung, Soziale Arbeit und zahlreiche Projekte waren ihre Wirkungsbereich bevor sie in den Dienst der Stadt wechselte. Es folgten Tätigkeiten als Abgeordnete der Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V. (BSF) sowie in der Projektkoordination.
Menschen und ihre Lebensrealitäten als Maxime
2012 übernahm Hofmann gemeinsam mit Ulrike Munz-Weege die Leitung des Fachdienstes für Jugendförderung und zusätzlich Integrationsaufgaben im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie. Nach rund fünf Jahren wechselte sie zur Koordinierungsstelle Gesunde Stadt und widmete sich Projekten für bessere Gesundheitschancen. Darüber hinaus engagierte sie sich intensiv in der Frauenarbeit und in der Gemeinwesensarbeit – stets mit dem Blick auf die Menschen und ihre Lebensrealitäten. Zuletzt war sie im Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung tätig.
„Wenn man zurückschaut, mit welchem Engagement, mit welcher Leidenschaft und mit welchem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse junger Menschen Sie gearbeitet haben, dann ist das wirklich bemerkenswert“, betonte der OB. Besonders hob er die Vielzahl an Projekten hervor, die Susanne Hofmann mit viel Freude und Energie umgesetzt habe. So haben beispielsweise an den, mithilfe von Hofmann organisierten, Bewegungsangeboten rund 75.000 Menschen teilgenommen.
Viel bewegt und Brücken gebaut
Auch der Personalrat der Stadt würdigte das Wirken der Diplom-Pädagogin Hofmann. „Du hast bewegte Zeiten erlebt und viel in dieser Stadt bewegt“, hieß es in der Ansprache. Ihr Einsatz sei immer weit mehr als nur ein Job gewesen. „Für uns bleibt dein Schaffen und das, was du für diese Stadt getan hast, bestehen.“
In ihrer Dankesrede blickte Hofmann auf ihr Berufsleben zurück. „Die riesige Kultur an Vielfalt und die vielen unterschiedlichen Menschen kennenlernen zu dürfen, war für mich ein großer Schatz“, sagte die 64-Jährige. Besonders wichtig sei es ihr immer gewesen, große Netzwerke für ein gutes Gelingen in der Jugendförderung zusammenzubringen. „Wir haben Brücken gebaut zwischen Migranten und Institutionen.“
Sie habe gelernt, Jugendliche wirklich zu sehen, ihre Lebenslagen zu verstehen und Wege zu finden, wie Menschen mit Migrationsgeschichte ihren eigenen Platz in der Gesellschaft finden können. „Ich bin sehr dankbar für all diese Erfahrungen“, sagte Hofmann zum Abschluss.


