
24.06.2026 Dr. Schär Deutschland hat Jubiläum gefeiert. Die Mitarbeiterzahl in 20 Jahren wurde mehr als verdreifacht. Die beiden auf glutenfreie Produkte spezialisierten Standorte in Dreihausen und Apolda wachsen durch Investitionen, Innovation und Nachhaltigkeit, wird berichtet.
Im Jahr 2006 eröffnete Dr. Schär seine Niederlassungen in Deutschland und brachte sein Know-how im Bereich der glutenfreien Ernährung und der Lebensmittel für besondere Ernährungsbedürfnisse ins Land. Heute sind die Standorte Dreihausen und Apolda zwei Industriepole mit spezifischen Produktionskompetenzen, die sich dank gezielter Investitionen und effizienter Prozesse stetig weiterentwickelt haben und den Anforderungen der verschiedenen Absatzmärkte gerecht werden. Mit dieser Einschätzung hat man das Jubiläum begangen. Parallel zur industriellen Entwicklung wuchs auch die Belegschaft. In zwanzig Jahren erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter von 110 auf 383 (+ 248 %), so dass sich ein Team bildete, in dem heute 22 verschiedene Nationalitäten vertreten sind.
„Die Standorte Dreihausen und Apolda haben ihre Präsenz im Laufe der Zeit gefestigt und dabei die Investitionen sowie die Fachkompetenz in wirtschaftlichen Mehrwert für die Region verwandelt“, erklärt Matthias Müller-Thederan, Geschäftsführer der Dr. Schär.
Im Laufe der Jahre hätten beide Werke ihre strategische Rolle innerhalb des internationalen Produktionsnetzes von Dr. Schär immer weiter ausgebaut. Dreihausen widmet sich der Herstellung von Keksen und salzigen Snacks, während Apolda auf Brot, Backwaren und Produkte für den Kanal Foodservice spezialisiert ist, so dass eine Produktionsstruktur entstanden ist, die verschiedene Kategorien und Märkte weltweit bedient. Dieser Weg wurde durch kontinuierliche Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro in den letzten 10 Jahren unterstützt, die in die Modernisierung der Produktionslinien, die Optimierung der Prozesse und die Stärkung der betrieblichen Kapazitäten flossen.
Sechs parallele Linien am Standort Dreihausen
Dreiausen hat seine Produktionskapazitäten ausgebaut und effizienter gestaltet und betreibt seit 2024 bereits sechs parallele Linien, darunter eine ausschließlich für Cracker. Eine kürzlich getätigte Investition in Höhe von 5 Millionen Euro ermöglichte außerdem die Modernisierung der Linien und Infrastrukturen, die Digitalisierung von Prozessen sowie die Einführung neuer Technologien.
Gleichzeitig profitierte das Werk in Apolda von Investitionen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro, die der Verbesserung der Energieeffizienz, der Optimierung von Prozessen sowie dem Ausbau der Logistikkapazitäten dienten. Bereits zwischen 2015 und 2018 hatte der Standort zwei Erweiterungsphasen durchlaufen, in denen die Produktionsflächen, die Lager- und Technikbereiche vergrößert wurden.
Energieversorgung zentraler Bestandteil von Transformationsprozessen
Auch die Energieversorgung ist ein zentraler Bestandteil des Transformationsprozesses der beiden Standorte. Seit Januar 2026 werden Dreihausen und Apolda zu 100 Prozent mit zertifiziertem, erneuerbarem Strom versorgt. Dadurch konnten die indirekten Emissionen im Zusammenhang mit dem in Deutschland eingekauften Strom auf Null gesenkt werden. Möglich wurde dieses Ergebnis durch ein integriertes Modell, das selbst erzeugte Photovoltaikenergie, Stromlieferungen von zertifizierten externen Anbietern sowie Solarparks mit Herkunftsnachweisen („Guarantees of Origin“) kombiniert.
Insgesamt werden so jährlich rund 7.985 MWh erneuerbare Energie bereitgestellt, wodurch die CO₂-Emissionen um etwa 2.380 Tonnen reduziert werden. Dieser Weg ist Teil des umfassenderen Transformationsprozesses der deutschen Industrie, der zunehmend auf die Kombination von Produktivität, Energieeffizienz und reduzierter Umweltbelastung ausgerichtet ist.
„Jedes Werk hat seine eigene Geschichte, geprägt von Menschen, Kompetenzen und der Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln“, schließt Matthias Müller-Thederan, „dieses Erbe hat es uns ermöglicht, Investitionen und Technologien in konkrete Ergebnisse umzuwandeln, und es wird auch weiterhin Werte für das Unternehmen, die Menschen und Regionen schaffen.
