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Feierliche Sitzung zu 50 Jahre Marburg-Biedenkopf

Bei einer feierlichen Kreistagssitzung 50 Jahre Marburg-Biedenkopf waren Rück- und Ausblicke sowie die Würdigung der Männer und Frauen der „ersten Stunde“ im Mittelpunkt der Veranstaltung mit rund 200 Gästen im Sitzungssaal des Marburger Landratsamtes. Foto Georg Kronenberg

05.07.2023 (pm/red)  Mit einer feierlichen Kreistagssitzung haben Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft an die Gründung des Landkreises Marburg-Biedenkopf vor 50 Jahren am 1. Juli 1974 erinnert. Rück- und Ausblicke sowie die Würdigung der Männer und Frauen der „ersten Stunde“ standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die mit rund 200 Gästen im Sitzungssaal des Marburger Landratsamtes stattfand.

Im Jahr 1974 seien von 81 Kreistagsmitgliedern nur fünf Frauen gewesen, heute hingegen verzeichne der Kreistag 32 Frauen als Abgeordnete, berichtete Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert in seinem Rückblick. Auch habe der Kreistag 1974 nur aus drei Fraktionen bestanden: SPD, CDU und FDP. Heute seien im Kreistag neun Parteien oder Wählergruppierungen vertreten, was neue Impulse in die politischen Debatten brächte, aber auch herausfordernd sein könne.

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich betonte, dass das 50-jährige Bestehen des Kreises auch fünf Jahrzehnte beeindruckender Geschichte von Fortschritt und Zusammenhalt in der Region seien. Er verwies auf die Stärken des Kreises Marburg-Biedenkopf als Bildungs- und Wirtschaftsregion: „Hier gibt es eine einmalige Bildungsdichte und gleichzeitig tolle Unternehmen, die weltweit unterwegs sind!“ Er dankte dem Landrat für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wolfgang Schuster, Präsident des Hessischen Landkreistages und scheidender Landrat des benachbarten Lahn-Dill-Kreises bekräftigte, dass die Menschen, um die es bei der Arbeit des Kreises gehe, in den Städten und Gemeinden lebten. Er dankte den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern, die in den Kreistagen Politik für die Menschen machen

Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bezeichnete Marburg-Biedenkopf als Landkreis „in den besten Jahren“. Die Stadt Marburg habe das „traumatische Erlebnis“, im Zuge der Gebietsreform 1974 den Status einer kreisfreien Stadt verloren zu haben, mittlerweile überwunden. Er freue sich, dass die Universitätsstadt und der Landkreis so eng zusammenwirken. „Keiner von beiden kann ohne den anderen existieren – es geht nur gemeinsam“, sagte Spies.

Zwei Amtsvorgänger von Landrat Jens Womelsdorf, rechts, waren bei der Kreistagssitzung im Sitzungssaal des Marburger Landratsamt dabei: Landrat a.D. Robert Fischbach, links, und Landrat a.D. Prof. Dr. Kurt Kliem. Foto Georg Kronenberg

Prof. Dr. Sabine Mecking von der  Philipps-Universität ordnete in ihrem Vortrag die Gründung des Landkreises Marburg-Biedenkopf 1974 in einen bundes- und landesweiten Kontext ein und lieferte so interessante geschichtliche Hintergrund-Informationen. Unter anderem, dass in Hessen aus fast 2.700 Gemeinden dann 432 wurden.

Landrat Jens Womelsdorf bekräftigte in seiner Rede, dass die Kreisverwaltung in den vergangenen 50 Jahren eine verlässliche Partnerin und ein Stabilitätsanker in herausfordernden Zeiten gewesen sei und dies auch bleiben werde.   Er wünsche sich weniger Krisen auf der Welt. Er sei aber „realistischer Optimist“ und halte daher dieses Szenario für wenig wahrscheinlich. „Gleichwohl ist mir vor der Zukunft nicht bange, wenn ich sehe, was wir als Kreisgesellschaft insgesamt geleistet haben“, unterstrich Womelsdorf.

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