
26.06.2026 (pm/red)Weitere Veranstaltungen im Juli in der Reihe Schlossbegegnungen in Marburg werden vorbereitet und beworben. Die Veranstaltungen laden ein, Schach und Rätsel in all diesen Facetten zu entdecken: Kulturgeschichte, Strategien und Zusammenhänge werden lebendig.
Samstag 4. Juli – 19 Uhr im Fürstensaal
Schach verbindet Menschen weltweit – unabhängig von Sprache, Herkunft oder körperlichen Einschränkungen. Die Philipps-Universität Marburg lädt ein, Schach und Rätsel in all diesen Facetten zu entdecken. Der Rösselsprung, der besondere Zug des Springers auf dem Schachbrett, steht dabei sinnbildlich für die Idee der Veranstaltungen: Neue Wege denken, Zusammenhänge entdecken und aus ungewohnten Perspektiven auf Wissen und Kultur blicken. Der Eintritt für alle Veranstaltungen im Juli ist frei.
Den Auftakt macht der Vortrag „Sowjetisches Schachfieber – Schach zwischen Massensport und Propaganda im Arbeiter- und Bauernstaat“ am 4. Juli um 19 Uhr. Referent Thomas Henrich vom Schachklub Marburg zeichnet nach, wie das Schachspiel in der Sowjetunion zu einem gesellschaftlichen Massenphänomen wurde. Anhand von Filmausschnitten wird deutlich, welche Rolle Schach für Bildung, Freizeitgestaltung und politische Selbstdarstellung spielte und weshalb sowjetische Spieler über Jahrzehnte die internationale Schachwelt dominierten.
Wer nicht nur über Schach hören, sondern selbst spielen möchte, kann sich beim Schach-Simultanspiel am 5. Juli, 11 Uhr, mit Thomas Henrich messen. Dabei tritt er gleichzeitig an 16 Brettern gegen seine Gegner an – eine seltene Gelegenheit, die Faszination des Spiels unmittelbar zu erleben. Wer mitspielen möchte: Anmeldung über schlossbegegnungen@uni-marburg.de; wer zuschauen möchte, benötigt keine Anmeldung.
