CDU-Forderung: Landkreis muss sich mit demografischer Entwicklung auseinandersetzen

Von der Wüstenrot-Stiftung wurde eine umfangreiche Studie zur Bevölerungsentwicklung in Deutschland veröffentlich. Illustration Titelseite

09.10.2026 (pm/red) Kürzlich gaben das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Wüstenrot-Stiftung einen Bericht zur „Demografischen Lage der Nation“ heraus. Darin enthalten ist auch eine Bevölkerungsprognose für das Jahr 2045. Danach wird die Bevölkerung im Landkreis Marburg-Biedenkopf unter 68 Jahren bis dahin um 10 % abnehmen, die über 68 Jahren hingegen um 20 % zunehmen, wird von der CDU-Kreistagsfraktion zur Diskussion gestellt.

Dies, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Thomas Groll, müsse Anlass für die Kommunalpolitik auf allen Ebenen sein, sich wieder verstärkt mit dem demografischen Wandel zu befassen.

„Weniger Einwohner heißt geringere Schlüsselzuweisungen des Landes für Kreis, Städte und Gemeinden. Eine älter werdende Bevölkerung stellt zusätzliche Anforderungen an die ärztliche Versorgung und die Tagespflege. Für Vereine und Ehrenamt dürften sich ebenfalls Veränderungen ergeben. Viele Fragen also, mit denen wir uns strukturiert auseinandersetzen sollten“, so Thomas Groll.

Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Kreistag erinnert in diesem Zusammenhang an das vom damaligen Landrat Robert Fischbach vor rund 20 Jahren initiierte Demografie-Projekt im Landkreis. „Was damals in Marburg-Biedenkopf geschah, fand überregionale Beachtung. Politik, Verwaltung, Wirtschaft und verschiedenste zivilgesellschaftliche Gruppen setzten sich mit der Thematik auseinander und erarbeiteten einen Maßnahmenkatalog.“

Hieran solle ankgenüpft werden. Zwei Jahrzehnte später sei es an der Zeit, die damalige Ergebnisse und deren Umsetzung zu evaluieren und sich erneut mit den Fragestellungen zu beschäftigen, führt Groll aus. Für die CDU stehe fest, das Thema demografischer Wandel zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen.