
23.02.2026 (pm/red) Für Dienstag 24. Februar ruft die Gewerkschaft Verdi zu einer nächsten Runde von Streiks im kommunalen Nahverkehr auf. Beschäftigte in Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen und Marburg sind aufgerufen ihre Arbeit mit Dienstbeginn am Dienstag niederzulegen. In der Nacht zum Mittwoch soll der Arbeitskampf enden, wie von Verdi am Samstag mitgeteilt wurde.
Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die Stadtwerke Gießen und die Marburger Verkehrsgesellschaft mbh (MVG) sowie die Kasseler Verkehrsbetriebe (KVG) und die Wiesbadener ESWE Verkehr sind betroffene Betriebe, in denen gestreikt werden soll.
Einschränkungen in Wiesbaden und Kassel
Aus Wiesbaden wurd am Samstag mitgeteilt, dass die meisten ESWE-Verkehr-Linien in Wiesbaden ausfallen. In Kassel und in Teilen des Umlands müssen Fahrgäste ebenfalls mit erheblichen Einschränkungen im ÖPNV rechnen, wurd von der KVG angekündigt. Demnach werden weder Busse noch Trams der KVG fahren., bezogen auf die KVG-Linien 1 bis 29. Auch die Bahnen der RegioTram Gesellschaft (RTG) sollen betroffen sein.
Weniger Auswirkungen in Gießen und Marburg
Noch nicht absehbar sind offenbar die Auswirkungen der Streikhandlungen in Frankfurt, Gießen und Marburg. Vorangegangene Streikaufrufe waren in Gießen und Marburg wenig wirksam. Grund dafür sind nur wenig gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte.
Hintergrund ist der Streit über den Tarifvertrag Nahverkehr Hessen (TV-N). Darin werden Arbeitszeiten, Urlaubstage, Eingruppierungen und Zuschläge geregelt. Der angekündigte Warnstreik richtet sich laut Verdi gegen die Bestrebungen der Arbeitgeberseite, „kräftig bei tariflich vereinbarten Zulagen sparen zu wollen“. Damit gibt es bereits den fünften Streikaufruf im Rahmen der laufenden Verhandlungen.
Nachdem die vorhergehenden Verhandlungsrunden gescheitert waren, soll ab ab Mittwoch weiter verhandelt werden.
„Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik. Damit machen wir deutlich, dass wir entschlossen sind, keine tariflich erprobten Vereinbarungen zu opfern“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel.
