
24.06.2026 (pm/red) Dass eine Organspende nicht nur Leben retten, sondern auch Leistungsfähigkeit und Lebensqualität steigern kann, darauf haben zahlreiche Radfahrer aufmerksam gemacht. Rund 100 Personen nahmen an der elften Radtour für Organspende teil. In Marburg gab es auf dem Marktplatz Informationen und Organspendeausweise.
„Man kann sich nicht vorstellen, wie quälend das jahrelange Warten auf die erlösende Nachricht eines Spenderorgans sein muss“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier auf dem Marktplatz. Sie begrüßte alle, die zum Auftakt der Radtour für Organspende gekommen waren. Die Tour hatte erneut der Förderverein Organspende Marburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf organisiert.
Zeit an gewonnener Lebensqualität ist ein Geschenk
Dinnebier wandte sich auch speziell an diejenigen, die bereits eine Transplantation erlebt haben und an der Radtour teilnahmen: „Die Zeit an gewonnener Lebensqualität ist ein Geschenk und Sie sind das beste Beispiel dafür.“ So hatte beispielsweise einer der Mitfahrer vor knapp einem Jahr ein neues Herz erhalten, für einen anderen hatte die lebensspendende Operation bereits vor 42 Jahren stattgefunden. Es waren jedoch auch einige Mitfahrer dabei, die noch auf ein lebenswichtiges Spenderorgan warten.

Monika Bäcker, die Vorsitzende des Fördervereins Organspende, bedankte sich bei den Organisatoren und Helfern der Tour. Sie stellte die vier Athleten vor, die im vergangenen Jahr an den „World Transplant Games“ (WTG) – den Weltspielen der Organ-Transplantierten – teilgenommen hatten. Sie hatten mehrere Medaillen von Bronze bis Gold gewonnen. An den WTG 2025 waren etwa 3.000 Sportler aus 60 Nationen vertreten. „Sie sehen, dass vieles durch eine Transplantation möglich ist“, sagte Monika Bäcker und appellierte ebenfalls an das Publikum: „Nutzen Sie hier vor Ort die Möglichkeit, einen Ausweis auszufüllen und sich zu registrieren.“
Von Marburg nach Kirchhain
Der Marburger Marktplatz war der erste Stopp der Radtour, die am PHV Dialysezentrum in Cappel gestartet war. Weiter ging es nach Wehrda und über den Fahrradweg nach Kirchhain zur Dialysepraxis Dr. Küllmer/Trebst. Um das Thema Organspende weiter in die Öffentlichkeit zu tragen, hatten Angehörige und Freunde sowie Ärzte und Pflegepersonal die Organisatoren bei dieser Tour unterstützt.
