16.03.2026 (pm/red) Die Gewerkschaft ver.di ruft für morgen, 17. und übermorgen, 18. März zu einem zweitägigen Warnstreik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg auf. „Wir wollen Druck für ein gute Lohnerhöhung machen. Das bisherige Angebot des Arbeitgebers reicht nicht aus, um die für eine gute Gesundheitsversorgung benötigten Beschäftigten am UKGM zu halten“, begründet Fabian Dzewas-Rehm, ver.di-Gewerkschaftssekretär den Streik. „Ein gutes Gesundheitswesen braucht gut bezahlte Beschäftigte. Neben festen Personalstandards sind gute Löhne nötig, um den Personalmangel zu bekämpfen.“
In Folge des Streiks werden aufschiebbare Operationen und Behandlungen ausfallen. Eine Notdienstvereinbarung stelle sicher, dass Notfälle und stationäre Patienten weiterhin versorgt werden, wird mitgeteilt.
Die Tarifverhandlungen betreffen die ca. 8.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 12%, mindestens aber 400 €. Zudem sollen Zulagen für Schichtdienste und andere belastende Arbeiten steigen. In der 1. Verhandlungsrunde hat das UKGM ein Angebot von 5,8% für die nächsten 29 Monate gemacht. „Die Kollegen müssten bei diesem Angebot bis Mai 2026 auf eine erste Lohnerhöhung von 2,9% warten und würden erst im Januar 2027 die letzten 0,3% der Lohnerhöhung erhalten. Dies spiegelt in keiner Weise die Bedeutung der Arbeit im Krankenhaus wider“, so Dzewas-Rehm.
Im Marburg findet morgen, 17. März eine gemeinsame Demonstration mit den ebenfalls streikenden Landesbeschäftigten statt. Das UKGM ist jahrzehntelang ein Landesbetrieb gewesen. Viele Beschäftigte fühlen sich deshalb den Landesbeschäftigten noch sehr verbunden – auch wenn sie nie selbst beim Land beschäftigt waren. Die Demonstration startet um 9 Uhr ab dem Hauptbahnhof Marburg.
Am Mittwoch, 18. März findet um 10 Uhr eine Kundgebung vor dem Haupteingang des UKGM Gießen statt. Dort sollen um 11 Uhr die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.
