19.05.2026 (pm/red) Zur Veranstaltungsreihe 75 Jahre Politikwissenschaft in Marburg gibt es eine Aktualisierung, wird von den Veranstaltern informiert.
Ob Rechtsruck, Demokratie, Krise oder Kriege: Seit der Gründung der Marburger Politikwissenschaft steht das Institut im Lichte der „Marburger Schule“ um Wolfgang Abendroth: einer Politikwissenschaft, die sich nicht mit der Beschreibung des Bestehenden begnügt, sondern Gesellschaft kritisch analysiert und politisch Position bezieht – verwurzelt in den Erfahrungen des Faschismus.
So ist sie bis heute ein wichtiger Bezugspunkt für Hochschulpolitik, Gewerkschaftsarbeit, antifaschistisches Engagement und soziale Bewegungen in Marburg. Egal was ihr studiert: Die Themen dieser Reihe betreffen alle, und die Tradition, aus der heraus sie hier diskutiert werden, trägt den Aktivismus in dieser Stadt bis heute mit. Nicht zuletzt das Marburger Institut für wissenschaftliche Politik, wie es zur Gründungszeit noch hieß, hat dazu beigetragen, dass Marburg heute so ist, wie es ist.
Aber was bedeutet das heute? In einer Zeit, in der Hochschulen unter Wettbewerbsdruck geraten, kritische Perspektiven zunehmend marginalisiert werden und sich gesellschaftliche Krisen überlagern, stellt sich nicht nur für Studierende in Marburg konkret die Frage: Was heißt es heute, hier (Politikwissenschaft) zu studieren – und was kann eine kritische, politisierte Wissenschaft leisten?
Die Veranstaltungsreihe knüpft an die Tradition kritischer Gesellschaftsanalyse der „Marburger Schule“ an und bringt Wissenschaftler, Studierende und Interessierte zusammen, um über die Themen, die das Marburger Institut geprägt haben zu diskutieren
