01.06.2026 (pm/red) Die DKP Marburg-Biedenkopflädt ein zur Buchvorstellung und Diskussion »Die große Mobilisierung – Die Bundeswehr von der Wiederbewaffnung bis zur Kriegstüchtigkeit« mit den Autoren Jakob Reimann und Daniel Frede. Der vom Arbeitskreis Antimilitarismus herausgegebene Sammelband arbeitet 70 Jahre Bundeswehr kritisch auf.
Die Beiträge zeichnen die Geschichte der Wiederbewaffnung, den Aufbau einer Interventionsarmee und eine Traditionspflege nach, die bis heute an Wehrmacht und Eisernes Kreuz anschlussfähig bleibt. Neben der Analyse bestehender Verhältnisse stellt sich der Band gegen Kriegsvorbereitung, Militarismus und Aufrüstung. Antimilitaristische Positionen und praktische Interventionen werden als konkrete politische Aufgaben einer zeitgemäßen Linken verstanden.
12. Juni 2026 – 19:00 Uhr
Schwanallee 27-31 in Marburg
Thema: Die große Mobilisierung – Die Bundeswehr von der Wiederbewaffnung bis zur Kriegstüchtigkeit
100 Mrd. Euro für die Modernisierung der Bundeswehr und Sicherung ihrer Einsatzbereitschaft, 400 Mrd. Euro für die Erweiterung und Ergänzung des 100-Mrd.-Euro-Aufrüstungspakets sowie zusätzlich 500 Mrd. Euro für die systematische Einbindung ziviler (Infra-) Strukturen in militärische Planungen. Der deutsche Staat setzt mit gigantischen Aufrüstungspaketen auf Krieg. Während Sozialausgaben gekürzt, Löhne gedrückt und die Regierung nach rechts rückt, erfährt die (Re-) Militarisierung Deutschlands unter dem Schlagwort der „Zeitenwende” eine Dynamik, wie man sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat.
Der vom Arbeitskreis Antimilitarismus herausgegebene Sammelband nimmt diese Entwicklung zum Anlass, 70 Jahre Bundeswehr kritisch aufzuarbeiten. Die Beiträge zeichnen die Geschichte der Wiederbewaffnung, den Aufbau einer Interventionsarmee und eine Traditionspflege nach, die bis heute an Wehrmacht und Eisernes Kreuz anschlussfähigbleibt.Analysiert werden Auslandseinsätze vom Balkan über Afghanistan bis in den Sahel, neue Großmachtambitionen im Rahmen von NATO-Strategien sowie die wachsende Gefahr eskalierender Großkriege – von der NATO-Ostflanke bis in den Indopazifik. Dabei wird der Mythos „humanitärer Einsätze“ hinterfragt und die ideologische Mobilisierung bis hinein in Schule, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft beleuchtet.
Neben der Analyse bestehender Verhältnisse stellt sich der Band klar gegen Kriegsvorbereitung, Militarismus und Aufrüstung. Antimilitaristische Positionen und praktische Interventionen werden als konkrete politische Aufgaben einer zeitgemäßen Linken verstanden. Im Rahmen der Veranstaltung werden Jakob Reimann und Daniel Frede, die beide selbst Autoren des Bandes sind, zentrale Inhalte vorstellen und dieaktuelleEntwicklungderdeutschenMilitär-und Sicherheitspolitik als Ausdruck imperialistischer Interessen und kapitalistischer Herrschaft diskutieren. Anschließend ist Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion.
Der Band enthält Beiträge von Jacqueline Andres, Frank Brendle, Renate Dillmann, Ulrike Eifler, Markus Euskirchen, Daniel Frede, Emran Feroz, Pablo Flock, Martin Kirsch, Jörg Kronauer, Christoph Marischka, Ava Matheis, Matthias Monroy, Jakob Reimann, Andrea Röpke, Jürgen Wagner, Thomas Winklmeier und Annuschka Zak.
