02.06.2026 (pm/red) Lesung und Gespräch zu »Sie hielten sich für frei« – Erstübersetzung des US-amerikanischen Klassikers, für den Autor Milton S. Mayer (1908–1986) im Jahr 1952 in Marburg zum Nationalsozialismus recherchierte. Am Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15.
„Sie hielten sich für frei“ erzählt die persönlichen Geschichten von zehn „kleinen Nazis“ im mittelhessischen Marburg der Nachkriegszeit. Der Autor, Milton S. Mayer (1908–986), amerikanischer Journalist jüdischer Abstammung aus Chicago, hatte 1952 einige Monate in Marburg verbracht und sich gezielt mit ehemaligen Nazis angefreundet. Die Parallelen, die sich durch aktuelle Feindbilder und die Wiederbewaffnung ergeben, muss man nicht suchen, sie drängen sich auf und machen das Buch hochaktuell.
Inga Blix wird Ausschnitte aus dem Buch als Gesprächsimpulse lesen, die dann vom Übersetzer des Buches Dr. Stephan Nolte kommentiert werden. Das Publikum ist eingeladen, über zentrale Fragen und Erkenntnisse des Buches ins Gespräch zu gehen.
Die Schauspielerin Inga Blix und der Übersetzer Stephan Nolte widmen sich in einem Gesprächsabend dem Klassiker von Milton S. Mayer.
