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Anti-Atom-Aktivisten gegen Atomgeschäfte der Deutschen Bank

Marburg, 14.7.2010 (pm/red)  AktivistenInnen des Marburger Anti-Atom-Plenums  haben gestern an der Deutschen Bank Filiale Marburg protestiert. Auf einem 8 Meter langen Banner, das sie über den Eingang der Bank hängten, war zu lesen „Wir fördern das Risiko – Ihr Partner in Sachen Atomkraft“. Damit wollten die Aktivisten auf die Verwicklungen der Bank im weltweiten Atomgeschäft aufmerksam machen.

Vorwurf: unter Top Ten der „Atombanken“

Die Deutsche Bank sei unter den internationalen Banken mit 7,8 Milliarden Euro der weltweit siebtgrößte Investor in Sachen Atomtechnologie und befinde sich damit als einzige deutsche Bank unter den Top Ten der internationalen „Atombanken“, ist in dem Flyer zu lesen, der an Kunden der Bank verteilt wurde.

„Mit dieser gigantischen Summe investiert die Deutsche Bank so viel ins Atomgeschäft, wie alle anderen deutschen Banken zusammen“, stellte Merle Drusenbaum vom Marburger Anti-Atom-Plenum fest.

Die Bank vergebe Kredite an den französischen Atomkonzern Areva, womit  Areva Uranminen in Afrika erworben habe. Ein Schritt, um den Uranabbau in vielen Teilen Afrikas  auszubauen. Auch vor dem Geschäft mit Atomwaffen schrecke die Deutsche Bank nicht zurück. „Damit fördern sie eine Branche, die weltweit Menschenrechte missachtet und auf eine äußerst riskanten Technologie setzt“, so die Aktivstin weiter.

Protest-Transparent von Atomkraftgegnern über dem Eingang der Bankfiliale am Pilgrimstein (Foto: Anti-Atom-Forum Marburg)

Für etwa 20 Minuten war das Transparent der Atomgegner über dem Eingang zur Bank gespannt und konnte die Aufmerksamkeit von Kunden und Passanten erwecken. Der Wunsch der Demonstranten vom Anti-Atom-Plenum nach einem Gespräch mit dem Filialleiter der Deutschen Bank blieb allerdings erfolglos.

Ziel erneuerbare Energien

Das Marburger Anti-Atom-Plenum setzt sich für eine Zukunft mit erneuerbaren Energien ein. Die Gruppe hat das Ziel möglichst viele Menschen dazu zu bewegen ihren Beitrag zum Widerstand gegen die Atomkraft zu leisten. Unter anderem will das Anti-Atom-Plenum zum gewaltfreien Widerstand gegen den Castor-Transport im November nach Gorleben mobilisieren.

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