Tag der Architektur:  Reinschnuppern in zwei Marburger Bauprojekte am 29. Juni

21.06.2024 (pm/red) Gleich mit zwei Projekten ist die Stadt Marburg für den bundesweiten Tag der Architektur ausgewählt worden. Am Samstag, 29. Juni, öffnen das Familienzentrum Stadtwald und die erweiterte Grundschule Marbach für alle Besucher ihre …

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Stadtforum widmet sich der Innenstadtentwicklung

Das Allianzhaus in der Universitätsstrasse ist Gegenstand von Investoreninteressen. Es soll von derzeit 4.000 qm Verkaufsfläche auf 12.000 qm Verkaufsfläche ausgebaut werden. (Foto Hartwig Bambey)

Marburg 11.11.2010 (yb) Spätestens im Lauf dieses Jahres musste jedem Besucher oder Bewohner der Stadt Marburg klar werden, dass der Stadt an der Lahn große, ja gewaltige Veränderungen ins Haus stehen. Ein äußeres Zeichen dafür sind die zahlreichen Baustellen im Stadtgebiet mit zahlreichen Kränen. Zugleich gibt es eine große Zahl von Veranstaltungen von der Stadt Marburg, von der Universität und aus der in Marburg diesbezüglich motivierten und engagierten Bürgerschaft zu Themen der Stadtentwicklung.
Marburg lebt, Marburg prosperiert und Marburg denkt und diskutiert. Maßgeblichen Anteil daran haben der offene, diskussionsfreudige Stil des Stadtparlamentes und die zahlreichen Bürgerschaftlichen Engagements von IG MARSS bis zu einer neuen Nordstadtinitiative und der vor drei Monaten gegründeten Bürgerinititative Stadtautobahn.

Wochenmarkt auf dem Marktplatz

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Zukunft braucht Nachdenken, Ideen, Diskussion und Entwicklung

Insofern ist Oberbürgermeister Egon Vaupel gut beraten ein kontrovers rezipiert und diskutiertes Thema der Stadtentwicklung nunmehr in den öffentlichen Fokus zu rücken. Es geht dabei um einen Kernbereich städtischer Aufgaben und städtischen Lebens, das Einkaufen und die Einzelhandelsstruktur. Darin hat Marburg klare Defizite und Schwächen, etwa im Unterschied zu Gießen. Eine Studie zeigt auf, Marburg verliert sehr viele Millionen Euro Kaufkraft in jedem Jahr an andere Städte, wie nach Gießen. Das ist ein schwieriger Befund für eine Stadt, die Oberzentrum sein will und zu sein hat. Ein Beispiel. Wer Möbel kaufen will, nimmt sich eher einen Ikeakatalog in die Hand oder fährt nach Willingshausen-Wasenberg. Dort hat es gleich zwei Möbelhäuser. Marburg ist in diesem Bereich signifikant unterbesetzt.

Mit Parolen ist es nicht getan

Zugleich gibt es einen Menge Schlagworte, ein Jammern oder objektiv falsche Zustandsbeschreibungen, wie die Äußerung einer Geschäftsfrau in der heutigen Lokalzeitung „Es ist klasse, dass dann der tote Marktplatz belebt wird.“ Wie kann sich entgegen der beobachtbaren Wirklichkeit einer lebendigen Altstadt, Oberstadt samt Marktplatz, eine Geschäftsfrau zu einer solchen Aussage versteigen? Hier fehlt es offensichtlich an Wahrnehmungen, Informationen und Kenntnissen. Das mündet gerne schnell in falsche Parolen ein.

Touristen bei einer Stadtführung in der Oberstadt

Dagegen kann das fünfte Stadtforum des Oberbürgermeisters in der Oberstadt am 17. November ein Stück weit Abhilfe schaffen. Die Tagesordnung deutetet darauf hin.

  • Begrüßung und Einleitung Oberbürgermeister Egon Vaupel
  • Der Rudolphsplatz als räumliches Scharnier für die Innenstadtentwicklung, Jürgen Rausch, Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Umwelt
  • Ein neues Center als ergänzendes Element der gewachsenen innerstädtischen Einzelhandelsstruktur, Stefan Gortan, CIMA Beratung und Management
  • Tenkhoff Properties: Projektierung eines Einzelhandelscenters für Marburg, Joachim Tenkhoff, Tenkhoff Properties

5. Marburger Stadtforum Stadt- und Einzelhandelsentwicklung
zwischen Rudolphsplatz und Universitäts-/Gutenbergstraße
Termin Mittwoch, 17. November
Zeit 18:00 Uhr
Ort Stadtverordnetensitzungssal

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