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Honorarprofessur in Bochum für Margot Käßmann

Couragierte sozialethisch engagierte Persönlichkeit

Verleihung der Honorarprofessur an Margot Käßmann, Mitte, mit Rektor Elmar Weiler und Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum Isolde Karle. (Foto M. Nelle)

Bochum, Marburg 21.12.2010 (pm/red) Die frühere Landesbischöfin  Margot Käßmann ist zur Honorarprofessorin der Ruhr-Universität Bochum in deren Evangelisch-Theologischen Fakultät ernannt worden. Die Fakultät bringt damit ihre „große Wertschätzung des Wirkens von Margot Käßmann zum Ausdruck“, wurde in der Laudatio atikuliert. Die Urkunde hat Rektor Elmar Weiler in Beisein der Dekanin Isolde Karle überreicht und Käßmann zur Ehrung gratuliert: „Die Ruhr-Universität freut sich darüber, dass Sie Ihre unschätzbare Erfahrung zukünftig in die Ausbildung von TheologInnen einbringen.“ Käßmann betonte ihre Dankbarkeit gegenüber der Fakultät „Es ist in der Tat eine Ehre für mich! Und ich freue mich darüber, diese Ehrung an der Universität zu erhalten, die mir vor mehr als 20 Jahren die Chance zur Promotion gegeben hat. Sie ist somit ein gewichtiger Teil meiner theologischen Heimat.“

Eine große Impulsgeberin

Dekanin Karle betonte: „Margot Käßmann ist eine große Impulsgeberin. Sie hat in herausragender Weise zum Wissenstransfer theologischer Theorie in die Öffentlichkeit beigetragen. Zugleich hat sie das Gespräch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gesucht und sich als Ratsvorsitzende der EKD nicht gescheut, den Reformprozess der EKD der theologischen Kritik auszusetzen und sich von ihr inspirieren zu lassen.“

Zur Person

Margot Käßmann ist seit 1989 der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität verbunden. Dort wurde sie bei Prof. Konrad Raiser mit einer Arbeit über „Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche“ promoviert. Darin analysiert sie, warum eine kirchliche Einheit ohne die gleichberechtigte Partizipation der Armen, der Frauen, der Entrechteten unter den Bedingungen der Moderne nicht möglich ist. Eine zentrale Rolle spielt für sie „die eucharistische Vision“, in der die fundamentale Gleichheit aller und damit zugleich die ethische Verpflichtung gegenüber denjenigen anschaulich zum Ausdruck kommt, deren Gleichheitsrechte durch Armut oder Diskriminierung eingeschränkt sind.

Sozialethisches Engagement

Seither hat sich Margot Käßmann mit grundlegenden sozialethischen Herausforderungen der Gegenwart auseinandergesetzt. Sie hat dies als Landesbischöfin und als Ratsvorsitzende der EKD kirchenpolitisch reflektiert und couragiert Stellung bezogen. So etwa in der Diskussion um Sterbehilfe und Sterbebegleitung, der sozialethischen Bewertung von Babyklappen, der wachsenden Kinderarmut, der Asylrechtspraxis und den Praktiken der Genderdiskriminierung. Für große mediale Resonanz sorgten ihre Äußerungen zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr.