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UKGM – keine Entlassung und Verhandlungen für Mitarbeiter Fahrdienst

Tourlisten, Fahrtenbuch, Funktelefon und Kugelschreiber auf dem Beifahrersitz eines Wagens der Fahrbereitschaft der Marburger Uniklinik. Seit 1. Februar weden 12 Fahrer nicht mehr eingesetzt, haben damit keine Aufgaben und Tätigkeiten mehr. Die Fahrzeuge stehen nutzlos im Betriebshof auf dem alten Klinikgelände. (Foto Hartwig Bambey)

Marburg 10.2.2011 (yb) Zur Situation und beruflichen Zukunft der 12 Mitarbeiter im Fahrdienst der Marburger Univesitätsklinik bestätigt die Leitung des Universitätsklinikum Marburg und Gießen (UKGM) deren Freistellung. Ab 1. Februar werden in Vollzug organisatorischer Maßnahmen und Veränderungen die Fahrer nicht mehr eingesetzt. Mit dem Betriebsrat werden seit April 2010 Gespräche und Verhandlungen geführt, bisher jedoch ergebnislos. In einem Gespräch mit der Redaktion betonte der Pressesprecher des Unternehmens, dass es Einvernehmen in der obersten Zielstellung zwischen allen Beteiligten gebe Entlassungen auf jeden Fall zu vermeiden.

Konkrete Aussagen zur Zukunft der betroffenen 12 bisherigen Fahrer könne er keine machen, betonte Pressesprecher Frank Steibli. Zugleich bestätigte er, dass die Verhandlungen dazu mit dem Betriebsrat weitergeführt werden sollen und nicht etwa abgebrochen seien. Allerdings sind die Gespräche bisher ergebnislos verlaufen. Zur Frage warum seitens der Geschäftsführung die Mitarbeiter jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, sagte Steibli, dass die Betroffenen und die Verhandlungen zur beruflichen Zukunft damit keinesfalls unter Druck gesetzt werden sollten. Er verwies darauf, dass es in den Gesprächen zugleich um beschäftigungsbezogene Veränderungen bei anderen und weiteren Mitarbeitern gehe würde. Die Geschäftsführung strebe dabei eine Gesamtlösung an.

Die Funkgeräte ausgebaut, stehen PKW des Fahrdienstes der Marburger Uniklinik seit Anfang Februar nutzlos im Hof.

„Dass Veränderungen kommen werden ist seit langem bekannt“ sagte Steibli. „Jetzt haben die Organisationsmaßnahmen physikalisch gewirkt“ so der Pressesprecher und weiter „dass dies jetzt doch letzlich niemand überraschen kann.“ Ein wesentlicher Hintergrund seien nun einmal die voranschreitenden Baumaßnahmen und der begonnene Umzug von Kliniken auf die Lahnberge. „Damit gibt es kurze Wege, was mit den Neubauten ja auch beabsicht ist und Transportfahrten fallen nicht mehr an.“

Ersatzfahrten per Taxi nicht von Geschäftsführung beauftragt

Die Frage nach der Beauftragung von Taxiunternehmen mit Klinikfahrten antwortete Presseprecher Steibli damit, dass von der Geschäftsleitung keine Taxifahrten beauftragt würden. Wenn Taxis solche Fahrten übernehmen, seien die Fahrten von einzelnen Kliniken oder Stationen beauftragt. Nach Hinweis auf die Situation der zur Untätigkeit derzeit gezwungenen Fahrer sagte der Presseprecher, dass dieses Thema von der Geschäftsführung geprüft werden könne.

„Wir wissen, dass wir dem Einzelnen eine Veränderungsbereitschaft zumuten. Dass diese davon betroffen sind, ist klar“ so Steibli. Er betonte, dass es sich um keine „ad-hoc-Massnahme“ handele, vielmehr hier ein langwieriger Prozess stattfinde, der auch nicht einfach sei. Praktische Lösungen sollten dabei jedoch für alle betroffenen Kollegen, darunter auch weitere Mitarbeiter über den Fahrdienst hinaus, gefunden werden. Lösungen gebe es derzeit noch nicht und damit könnten weitere Informationen nicht gegeben werden.

12 Mitarbeiter im Fahrdienst der Uniklinik Marburg warten weiter auf Aufträge und Arbeit. Im Betriebshof stehen die Fahrzeuge und die langjährig Beschäftigen sind seit 1. Februar zur Untätigkeit gezwungen. Konkrete Ergebnisse und Aussichten in den Verhandlungen des Betriebsrates mit der Geschäftsführung gibt es noch keine. (Foto Hartwig Bambey)