Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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MdL Angela Dorn besorgt über Zukunft vom Jugendwaldheim Roßberg

Marburg 16.3.2011 (pm/red) Die Marburger Landtagsabgeordnete der GRÜNEN Angela Dorn zeigt sich besorgt über die Zukunft des Jugendwaldheims Roßberg. Nach Informationen der GRÜNEN habe das Kultusministerium in einem Gespräch mit dem Jugendwaldheim Roßberg angekündigt, die vom Land Hessen finanzierte Lehrerstelle auf sechs Stunden pro Woche zu kürzen. Vorausgegangen war dem bereits eine Kürzung der Vollzeitstelle um 30 Prozent im Jahr 2010. Am heutigen Tag haben sich bereits Stadt- und Kreiselternbeitrat dazu an die Öffentlichkeit gewendet.

Dorn sieht die Existenz des Jugendwaldheims durch erneute Kürzung bedroht

„Das Jugendwaldheim Roßberg ist für die Umweltbildung im Landkreis Marburg-Biedenkopf unersetzlich. Wenn das Land die Stelle ersatzlos in diesem großem Umfang kürzen sollte, ist die Existenzgrundlage des Jugendwaldheims Roßberg bedroht. Dabei spielt das Jugendwaldheim Roßberg als außerschulischer Lernort eine einzigartige Rolle für das Erfassen der Bedeutung der Natur, welches auf diese Weise im normalen Unterricht gar nicht möglich ist“ sagt die Marburgerin Dorn.
Die GRÜNE Landtagsabgeordnete hat deshalb zusammen mit dem bildungspolitischen Sprecher der GRÜNEN, Mathias Wagner, eine Kleine Anfrage** beim Hessischen Landtag gestellt. „Wir wollen von der Landesregierung wissen, wie sie die Rolle des Jugendwaldheims Roßberg für die Umweltbildung junger Menschen, für die regionale und internationale Kooperation von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie für die Aus- und Fortbildung von Pädagoginnen und Pädagogen bewertet. Außerdem erfragen wir, wie die Landesregierung diese vielfältige und bedeutende Arbeit des Jugendwaldheims Roßberg aufrecht erhalten möchte.“ erklärt Dorn.

**Nachstehend dokumentiert die Redaktion die Fragen aus der Kleinen Anfrage an die Hessische Landesregierung vom 2. März 2011:

Hintergrundinformation

Das Jugendwaldheim Roßberg leistet seit 20 Jahren umweltpädagogische Arbeit. Es verfügt über ein aus langjähriger Erfahrung entwickeltes Programm zur Naturerfahrung und zur Bildung über den Klimawandel, das alle Schulklassen im Kreis kostenlos nutzen können. Die Lehrkräfte werden vom Jugendwaldheim Roßberg begleitet, damit die Angebote auch im Unterricht vor- und nachbereitet werden können. Außerdem ist das Jugendwaldheim Zentrum eines regionalen Umweltbildungsnetzwerks. Es kooperiert mit zahlreichen Institutionen im Kreis, ebenso mit der Philipps-Universität und dem Amt für Lehrerbildung und ist an einem internationalen Kooperationsprojekt mit China, Russland und der Mongolei beteiligt.