Startschuss für Interimsspielstätte des Staatstheaters Kassel

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Buch zum Marburger Beat-Club im Steinweg

Marburg 24.5.2011 (yb)  Das Jahr 1966 in Marburg muss vieles in sich getragen haben. Anders lässt sich kaum die vielseitige mediale Widerspiegelung gerade dieses Zeitabschnittes erklären. Ob eine Fernsehdokumentation von Thilo Koch, der halbdokumentarische Film über die Beatles, die nach Marburg kommen sollten, oder eine Ausstellung des Instituts für Europäische Ethnologie 40 Jahre später, also im Jahr 2006.
Zugleich hat es an einem Buch gefehlt, in dem die Zeit des damaligen kulturellen Aufbruchs in Marburg vor Ort und eigentümlich betrachtet wird. Dem hat nun Nadine Beck abgeholfen. Ihre Magisterarbeit vergegenwärtigt die Ära des Beat und trägt diesen auch im Titel. Club E. Beat, Bier und Beischlafköfferchen lautet der Buchtitel, der im Rathausverlag in der Reihe der Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur als Band 97 verlegt und jetzt vorgestellt wurde.

 

Dabei ist die Marburger Uni natürlich mit im Spiel, steht aber thematisch deutlich am Rande. Nadine Beck als Absolventin der Hochschule hat in Anknüpfung an die Ausstellung zu 1966 das damalige und langjährige robuste Szenelokal Club E in den Blick genommen und als Ausdruck wie Austragungsort der Epoche des Beat und seiner Begleitphänomene erforscht und dokumentiert. Herausgekommen ist ein 246-seitiges Buch, das es für 13 Euro günstig im Buchhandel zu erwerben gibt.

Dass Fotografien und andere visuelle Zeugnisse zu einem solchen Lesebuch der Pop-Kultur in mehrerlei Sinn gehören, versteht sich und wird beim Blättern schnell offenbar.

War es Prof. Karl Braun vom Institut für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft und seinen studentischen Machern nicht gelungen die Ausstellung zum Jahr 1996 als Werk zu verschriften, konnte der Hochschullehrer jetzt zusammen mit der Magistra Nadine Beck ein hardcovergebundenes Werk präsentieren. „Dieses Buch nimmt eine Vorreiterrolle ein mit Innensichten und der Sicherung von Quellen und Lebenszusammenhängen“ lautete eine würdigende Einschätzung von Braun. Er kenne keine Studie, die das in gleicher Dichte liefere. Und so bezeichnete er das Erscheinen als „großes Ereignis“. Nadine Beck und die mit ihr gemeinsam im Rathaus zur Buchvorstellung erschienenen Eltern konnte dies freuen. Es wurde eifrig geblättert und nach fotografischen Anknüpfungspunkten für Erinnerungen gesucht in dem durchgängig in schwarz-weiß gedruckten Lesebuch mit wissenschaftlicher Grundlage.
—>Eine Buchbesprechung in das Marburger. folgt später.

Zwei Professoren mit der inzwischen in Berlin lebenden Buchautorin Nadine Beck am Marktbrunnen. Links Prof. Lothar Beck, Biologe und Vater der Autorin, und Prof. Karl Braun vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft. (Foto Hartwig Bambey)

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