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Zum Atomausstieg Offener Brief an zwei Bundestagsabgeordnete von Greenpeace Marburg

Marburg 27.6.2011 (red) In dieser Woche steht im Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen Ausstiegs aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 im Bundestag ein Paket neuer Gesetze zur Energiepolitik zur Verabschiedung an. Bei einem Sonderparteitag von Bündnis 90 / Die Grünen wurde der Atomausstieg, wie er von der Regierung Merkel vorgelegt wird, in Berlin gerade mehrheitlich gebilligt. Die Position für einen früheren Aussstieg aus der Atomenegergie wird von Greenpeace Marburg vertreten. In der Sache hat Greenpeace Marburg einen Offenen Brief an zwei Bundestagsabgeordnete gesendet. das Marburger. veröffentlicht diesen offenen Brief, worin auch die Forderung artikuliert ist, gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stimmen: 

OFFENER BRIEF an     Marburg, den 24. Juni 2011
– Bundestagsabgeordneten Herr Sören Bartol (SPD)
– Bundestagsabgeordneten Herr Dr. Edgar Franke (SPD)

Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel

am 29./30. Juni 2011 beschließt der Bundestag ein ganzes Paket neuer Gesetze zur Energiepolitik. Die Bundesregierung will unter anderem bis 2022 schrittweise aus der Atomkraft aussteigen und den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke vorantreiben.

Greenpeace kämpft seit Jahrzehnten gegen die Atomkraft. Der jetzt vorgesehene Atomausstieg ist ein richtiger, aber viel zu langsamer Schritt. Nicht nur die Ethikkommission, auch das Umweltbundesamt und viele Experten halten einen früheren Ausstieg aus der Atomkraft für möglich. Greenpeace hat gezeigt, dass der Ausstieg bis 2015 versorgungssicher möglich ist.

Neue klimaschädliche Kohlekraftwerke sind als Brücke zur 100-prozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien nicht geeignet. Stattdessen sollte auf Wind, Wasser und Sonne gesetzt werden, sowie auf Energieeinsparung, Energieeffizienz, hocheffiziente Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Warum werden unsere Atomkraftwerke nach einem Unglück wie in Fukushima nur im Schneckentempo abgeschaltet? Warum sollen gleich wieder zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die das Klimaproblem weiter verschärfen?

Wir möchten Sie als Bundestagsabgeordneten in unserem Wahlkreis auffordern:

  • dem Atomausstiegssgesetz in seiner vorliegenden Form nicht zuzustimmen, denn ein deutlich früherer Ausstieg ist möglich
  • gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stimmen, denn Kohle ist der klimaschädlichste Brennstoff.

 

Über eine Rückantwort würden wir uns freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Greenpeace Marburg