Nutzungsverzicht im Wald schadet Wald und Klima:  Nabu Hessen fordert eine großzügige Ausweisung von Wald-Wildnisgebieten

Kassel 08.01.2020 Gastbeitrag von Roland Irslinger | In der Wohlfühl-Ökoszene um Autor Peter Wohlleben herrscht die Meinung, man solle wegen des Klimaschutzes den Wald besser in Ruhe lassen statt ihn zu nutzen. In einer Studie …

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Stadtbücherei, Windkraftstandortoptionen und Marburgs Freilichtbühne

Marburg 23.9.2011 (yb) Mit umfangreicher Tagesordnung tagte der Bauausschuss beinahe drei Stunden inmitten der Wettbewerbspräsentation zur Rudolphsplatzgestaltung im Sitzungssaal des Bauamtes. Dies bot Gelegenheit für Oberbürgermeister Egon Vaupel den neu gewählten Mandatsträgern und einigen Besuchern wesentliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten der Innenstadtstadtentwicklung zu vergegenwärtigen. Der OB wollte veranschaulichen, dass in diesem Kernbereich Marburgs zu Füßen der Oberstadt und Alter Universität Erhebliches zu leisten und zu bewältigen sein werde.

Der Rudolphsplatz als Knotenpunkt mit zukünftiger der Kommune angemessener Stadtbücherei sei in seiner Benachbarung zum Fronhofgelände und dessen Ausgestaltung, dem ‚Garten des Gedenkens‘ am vormaligen Synagogenstandort mit kommender neuer Oberstadtzuwegung bis hin zum Problemfall ‚Allianzhaus‘ zu denken. Vaupel erhofft dort Investorenengagement, womöglich unter Einbeziehung  des Savignyhauses, um eine Gesamtentwicklung und Standortstärkung abgesichert zu sehen.

Danach war es an Stadtbaudirektor Jürgen Rausch den Stadtverordneten eine knappe Einführung in die vielschichtigen Anliegen des Ideenwettbewerbs zum Rudolphsplatz zu bieten, die auf veränderten Führungen der Verkehre aufsetzen sollen. Mit Interesse verfolgten die Mitglieder den exemplarischen Erläuterungen von Rausch, die er am Entwurf des Frankfurter Preisträgers und dem des ähnlich strukturierten Zweitplatzierten anschaulich werden ließ.

Bürgermeister Franz Kahle zeigte anschließend an Hand einer Skizze zur zukünftigen Verkehrsführung auf, dass alle Wettbewerbsteilnehmer von diesbezüglichen Vorgaben des Wettbewerbsauslobers auszugehen hatten. Aus insgesamt 40 teilnehmen wollenden Architekturbüros, sind dann 12 zur Teilnahme in die Ausarbeitungsphase des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs eingeladen worden. Einige Ausführungen von Kahle zu den Kosten des Wettbewerbs, die bei insgesamt über 100.000 Euro liegen dürften, und zu der Arbeitsbelastung des Bauamtes wirkten allerdings etwas kleinkariert. In der Ausstellung, noch bis Sonntag in der Barüßerstraße zu besuchen,  ist nun einmal unübersehbar wie viel Arbeit, objektbezogenes und städtebauliches Architekten-Know-How dieser Wettbewerb für Marburg erbracht hat.

Logistikzentrum Pharma und Flächen für neue Wohnbebauung

Dass Marburg prosperiert und das Bauen weiterin boomt, artikuliert sich in einem Auftellungsbeschluß für einen Bebauungsplan im Bereich Görzhäuser Hof. Dort soll für Pharmaserv ein neues Logistikzentrum entstehen, wofür eine weiträumige Straßenverlegung notwendig sein wird. Am Ortsrand von Ockerhausen sollen Flächen für neue Wohnbebauung ausgewiesen werden. Ein bislang unbebautes Grundstück oberhalb der Konrad-Adenauer-Brücke soll ebenfalls für Wohnbebauung freigegeben werden.

Im Bereich Germania-Platz kommt die 3U-Holding als Projektpartner der Sozialen Hilfe mit einem Referenzobjekt zu gemeinschaftlichem Wohnen nicht zum Zuge. Auch von Seiten des Ausschusses wurde Interesse an dessen Realisierung bekundet. Dafür soll der 3U-Holding und Sozialen Hilfe ein geeignetes Grundstück an anderer Stelle im Stadtgebiet angeboten werden.

Neue Bestuhlung und Regendach für Schlossparkbühne

Freilichtbühne mit Riesenleinwand

Ein Antrag will die Schlosspark-Bühne mit neuer Bestuhlung und mobiler Überdachung attraktiver machen. (Fotografien Hartwig Bambey)

Nach mehreren Anträgen aus dem Kinder- und Jugendparlament kam ein Antrag der Bürger für Marburg zur Aussprache. Die Schlossparkbühne soll demnach eine neue Bestuhlung erhalten und dazu ein mobiles Regendach, um die Freilichtbühne hoch über Marburg regensicher nutzbar zu machen. Diesem Anliegen gegenüber zeigten sich auch Vertreter anderer Fraktionen aufgeschlossen. Angesicht der dafür zu erwartenden nicht unerheblichen Kosten soll zuvor eine Erhebung über die derzeitige Nutzung erarbeitet werden. Der Antrag soll dann für einen kommenden Haushalt weiter ausgearbeitet werden.