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Geschichtsverein präsentiert ein illustriertes Lesebuch zur Lahnstadt Marburg

Buchvorstellung im Rathaus: Gestalter Tom Engel, links, Karl-Heinz Gimbel, Karl Murk, Stadträtin Kerstin Weinbach, Ulrich Hussong und Günter Hollenberg, Vorsitzender vom Geschichtverein.

Marburg 16.12.2011 (yb) „Wir wollten ein schönes Buch machen“ lautet die Aussage von Archivar Dr. Karl Murk bei der Buchvorstellung. Zusammen mit dem Marburger Stadtarchivar Dr. Ulrich Hussong ist er Herausgeber von Band 21 der ‚Marburger Beiträge zur Hessischen Geschichte‘. ‚Eine Stadt und ihr Fluss Marburg an der Lahn‘ ist der Titel des 272 Seiten starken Werkes. Im Beisein von Kulturstadträtin Kerstin Weinbach wurde das neueste Buch über die Lahnstadt im Rathaus präsentiert. Es vervollständigt kulturelle Aktivitäten des Jahres 2010, in dem es zahlreiche Aktivitäten rund um das stadttouristische Motto ‚Marburg an die Lahn‘ gegeben hat.

In Zusammenarbeit von Staatsarchiv und Stadtarchiv Marburg war im Rahmen dieses Themenjahres eine Ausstellung mit dem Titel ‚Eine Stadt und ihr Fluss – Marburg an der Lahn‘ in den Sommermonaten im Staatsarchiv präsentiert worden. Archivalien und viele historische Ansichten der Lahnstadt und gab es zu sehen. Dazu wurden Vortragsveranstaltungen angeboten. In dem gut ausgestatteten Buch finden sich Textbeiträge vereint mit einem Katalogteil, in dem aus der Ausstellung historische Stadtansichten, Ansichten von Mühlen, Brücken, Darstellungen vergangener Arbeits- und Lebenswelten und Archivalien Eingang gefunden haben.

Das neue umfangreich illustrierte Lesebuch bietet mehr als die Verschriftung von Vorträgen. Insgesamt fünf Autorenbeiträge bilden den Textteil. Den Anfang macht der Beitrag von Eva Bender ‚Marburg und die Lahn‘, der Einblicke zur Stadt und dem Fluss im Zeitenlauf eröffnet. Mit den Beinamen der Stadt Marburg, darunter der Zusatz ‚an der Lahn‘ als eine Namensergänzung von vielen, setzt sich die Abhandlung von Ulrich Hussong auseinander. Volkskundler Siegfried Becker geht in seiner Abhandlung ‚Die dämonische Lahn‘ auf literarische Zeugnisse, Sagen, Geschichten und Verklärungen ein, worin Lahnzeichnungen von Otto Ubbelohde Eingang gefunden haben.

‚Marburger Holzbrücken über die Lahn im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts‘ hat der Heimatforscher Karl-Heinz Gimbel beigesteuert, womit viele Hintergründe zum Hirsefeldsteg, Gaswerkbrücke, Schülerparksteg, Pioniersteg oder der ‚Schwarzen Brücke‘ erhellt werden.

Einen Exkurs nach Süden an die ‚Nehebrücke von 1834 bei Argenstein‘ bietet Thomas Schindler in seinem Beitrag und blickt damit zu einem Ort Hessischer Verkehrsgeschichte.
Der Katalogteil zur Lahnaustellung dokumentiert auf 70 Seiten Archivalien, Schriftzeugnisse neben zahlreichen Illustrationen, Stahlstichen, Karten, historische Fotografien bis hin zum Zeugnis vom ‚Kampf gegen die Schlachthofbrücke‘ in den 1970iger Jahren.

Dem Marburger Geschichtsverein ist es gelungen ein gefälliges und vielseitiges Lahn-Lese-Buch herauszubringen. Die wohlgesetzte Typografie ist ausgesprochen lesefreundlich. Die zahlreichen Anmerkungen mit Quellen- und Literaturnachweisen finden sich jeweils am Seitenfuss eingestellt. Es ist ein schönes Buch geworden, das vielseitige Zugänge in sich trägt. Der Ladenpreis im Buchhandel beträgt 24 Euro, für Mitglieder 16 Euro.