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Marburg 2808.2019 (pm/red) Wo verdienen die Menschen am meisten? Wie unterscheidet sich regional die Lebenserwartung von Neugeborenen? Wo ist der Weg zum Arbeitsplatz für Beschäftigte besonders weit? Und wie gut sind kleine und mittelgroße Zentren …

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Kooperationsprojekt: Religiöse Vielfalt wahrnehmen und verstehen lernen

Marburg 6.1.2011 (pm/red) Der Ausländerbeirat der Stadt Marburg und der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst (REMID) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Aufklärung und Information über religiöse Vielfalt und Erscheinungsformen sind dabei wesentliche Anliegen. „Es gibt nicht ein Christentum, einen Islam oder einen Buddhismus“, betonte die REMID-Vorsitzende Maria Mahler zur Kennzeichnung der Vielfalt und Verschiedenartigkeit innerhalb der religiösen Orientierungen. „Fehlinformationen sind nicht selten eine Ursache von Konflikten“ ergänzt Maria Hennig vom Ausländerbeirat.
Solcherart Defiziten möchten die Kooperationspartner entgegenwirken. Neutrale und differenzierte Informationen über Religionen und Weltanschauungen sollen mögliche Konflikte zwischen den Anhängern unterschiedlicher Weltanschauungen und Glaubensbekenntnissen bereits im Vorfeld vermeiden. Damit geht es den REMID und Ausländerbeirat vor allem um Toleranz mittels Verstehen.

Goharik Gareyen-Petrosyan, Vorsitzende des Ausländerbeirats, betont, dass es hier nicht alleine um die sogenannten großen Religionen gehen soll. Die etwa 5000 in Marburg lebenden Migranten kommen aus annähernd 150 unterschiedlichen Ländern. Ihr religiöser Hintergrund ist dementsprechend vielfältig und in solche Betrachtung einzubeziehen.

Positionierung zum islamischen Religionsunterricht
Der Ausländerbeirat möchte eine eigene Position zum islamischen Religionsunterricht an den Schulen in Marburg entwickeln. Dabei hofft Vorsitzende Gareyen-Petrosyan auf die Expertise von REMID.
Maria Mahler von REMID würde einen neutralen Religionskunde-Unterricht dem bekenntnisorientierten Religionsunterricht heutiger Prägung vorziehen. Doch solange es katholischen und evangelischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen gebe, hätten Muslime das gleiche Recht, ihre Kinder auch in der Schule in den religiösen Regeln und Wertvorstellungen des Islam zu unterweisen.

Durch die bereits bestehende REMID-Initiative ‚Schatzkisten der Religionen‘ soll der konfessionelle schulische Religionsunterricht ergänzt werden. Es handelt sich dabei um ein Projekt, das Kisten mit Materialien zu unterschiedlichen Religionen in Schulen bringt, womit Kinder dann mittels Infomaterialien und Gegenständen Religion buchstäblich begreifen können.