Darum strahlen Perowskite hell: Forschungsteam der Physik erklärt Materialeigenschaften zukunftsweisender Halbleiter

05.06.2024 (pm/red) Es klingt paradox: Das Halbleitermaterial Perowskit ist zu besonders hellem Leuchten fähig, obwohl sein Grundzustand auf dunklen Exzitonen beruht. Warum das so ist, hat ein europäisches Forschungsteam unter Marburger Leitung beleuchtet, indem sie …

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Marburger SPD fordert gymnasiale Oberstufe für Gesamtschule am Richtsberg

Marburg 2.6.2012 (yb) Ein dichtes Programm erwartete die GenossInnen im Gemeinschaftszentrum am Richtsberg. Nach Begrüßung durch Vorsitzende Marianne Wölk und Ortsbeiratsvorsitzende Erika Lotz-Halilovic brachte Schuldezernentin Kerstin Weinbach einen Überblick zum Schulwesen in Marburg. Dazu gehört aktuell Zusammenlegung und verstärkte Kooperation von Schulen, etwa um in den westlichen Stadtteilen Grundschulen vor Ort behalten zu können. Weinbach sprach von einer langen Liste des Sanierungsbedarfes an Schulen, wachsenden Betreuungsbedarf und die freiwiliigen Leistungen der Stadt im Rahmen der lokalen Bildungsplanung.

In seinem ausführlichen Referat entwickelte Thomas Ferber, Leiter der Richtsberggesamtschule, unter dem Thema ‚Gesamtschule – jetzt erst recht‘ eine Vielzahl von Thesen und schulpolitischer Gedanken. Ausgehend von einer Kritik des vorhandenen Schulsystems in Deutschland mit einer Vielzahl verschiedener Schulformen, die Zielsetzungen nach Chancengleichheit und Inklusion entgegenstehen würden, entwickelte Ferber zum Teil provozieren wollende Aussagen zu Gunsten gemeinsamen Lernens in der Schule. Dafür gäbe es aus anderen europäischen Ländern Positivbeispiele, mit denen sich belegen lasse, dass gemeinsames Lernen dem Lernerfolg aller Schüler zuträglich sei. Zudem sei von einer Verkürzung und einseitigen Orientierung auf kognitive Leistungen abzukommen.

„Bei der Unterzeichnung des von der UNO-Generalversammlung verabschiedeten und 2008 in Kraft getretenen Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention, BRK) durch Deutschland muss es sich um ein Versehen handeln“ brachte Ferber als provozierende Aussage zu Gehör. Seine Erfahrugnen und Überzeugungen als Schulleiter an einer Gesamtschule unterlegte der Pädagoge mit deutlichen Worten. Vielen aufmerksamen Genossen imponierte die konsistente Sichtweise und Entwicklung der Forderungen. Dies mündet bei Ferber in die Forderung nach Schaffung einer Gymnsialstufe für die Richtsberggesamtschule.
Solch klare Betrachtung und Darstellung habe er bei der SPD in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr erlebt, kam als Einschätzung dazu von Heinz Wahlers. Landtagsabgeordneter Thomas Spies knüpft an und forderte die Delegierten auf sich bei der anlaufenden Programmdiskussion der SPD in Hessen einzubringen.

So war es bei der Verabschiedung des Leitantrages alleine folgerichtig diesen um die Forderung nach einer gymnsaialen Oberstufe füür die Richtsberggesamtschule zu ergänzen. Weitere Anträge zur inclusiven Schule für alle, Erweiterung von Betreuungsangeboten, Schaffung von Supervision für Lehrer und die Abschaffung von Ziffernnoten wurden abschließend mehrheitlich beschlossen.

Außerhalb des Themas wurde zu vorgerückter Stund ein Antrag für eine Machbarkeitstudie eines Schrägaufzuges zum Schloss verabschiedet.

 

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