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Neue Mitglieder für Bürgersolar Ebsdorfergrund

Marburg 14.12.2012 (pm/red) Die Mitglieder der Bürgersolargenossenschaft haben ihrer ersten Generalversammlung Ihr eine Änderung der Satzung vorgenommen und damit der Weg frei gemacht für den Beitritt weiterer Genossen. 2010 wurde die Genossenschaft auf Initiative der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund und der Gemeinde Ebsdorfergrund gegründet. Bürgerinnen und Bürgern, die keine eigene Solaranlage bauen können, will sie eine Möglichkeit der Investition in dieses Geschäftsfeld bieten.  Die bisherige limitierte Zahl zwanzig Mitglieder ist über die neue, wesentlich umfangreichere Satzung geöffnet worden.

Bislang haben Mitglieder zusammen 162 Geschäftsanteile im Wert von 500 Euro gezeichnet. Das genossenschaftliche Vermögen lag zum Stichtag bei 81.000 Euro. Investiert hatte man im Jahr 2011 in zwei Photovoltaik-Anlagen. Auf dem Dach des Kindergartens Dreihausen wurden 27 Kilowatt Piek und auf dem Bürgerzentrum 55 Kilowatt Piek mit einer Investitionssumme von 150.500 Euro installiert. Die Einspeisevergütung liegt bei beiden Anlagen über 28 Cent pro Kilowattstunde. Zur Finanzierung wurden zwei Darlehn in einer Gesamtsumme von 75.000 Euro aufgenommen. Kosten waren der Bürgersolar überdies für die Erstellung der Internetseite entstanden. Die Aufwendungen für die Gründung der Genossenschaft hatte die Bank übernommen.

Festgehalten wurde während der Versammlung, dass das Engagement der Genossenschaft gemäß Satzung nicht nur auf Photovoltaik-Anlagen begrenzt ist. Vorstellbar wäre auch ein Investment in anderen Bereichen erneuerbarer Energien. Zudem wurde eingeräumt, dass Bürger, die nicht aus dem Ebsdorfergrund stammen, ebenfalls Mitglied der Genossenschaft werden können. Gezeichnet werden, kann ein Maximalbetrag von 15.000 Euro, was 30 Anteilen entspricht.

Auf Grund der stark gesunkenen Einspeisevergütung favorisiert man zukünftig Investitionen in Objekte, die den erzeugten Strom für den Eigenverbrauch abnehmen können. Vor diesem Hintergrund wird aktuell der  Bau einer Anlage auf dem Kindergarten in Beltershausen ins Auge gefasst. Hier können 15,5 Kilowatt Piek installiert werden. Die Investitionskosten liegen bei rund 24.500 Euro wobei der jährliche Ertrag auf 2.200 Euro geschätzt wurde.