Buch „Großvater will ewig leben“ wird als Dokumentarfilm produziert – Filmteam aus Bayern kommt zu Aufnahmen nach Nordhessen

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Rechter Referent bei Marburger Burschenschaft

Marburg 4.12.2012 (pm/red) Wie die ‚antifaschistische gruppe 5‘ informiert, soll am 5. Dezember soll auf Einladung der Burschenschaft Germania zu Marburg der extrem rechte Redner Norbert Borrmann sprechen. Borrmann ist Autor des Buches ‚Warum rechts? Vom Wagnis rechts zu sein‘, das im ‚Regin Verlag‘ erschienen ist. Dieses Werk wettere in altbekannter rassistischer und völkischer Manier für ‚Heimat, Volk, Familie, tradierte Tugenden‘ und gegen die vermeintliche ‚Multikultigesellschaft‘.

„Borrmann verschweigt seine politische Positionierung nicht. Er propagiert reaktionäre, völkische Ideale und benennt sie rundheraus auch noch so. Die Anschlussfähigkeit für klassische Neonazis ist bei diesem Vertreter der sogenannten ‚Neuen Rechten‘ Programm“, lautet die Schlussfolgerung für Sophia Stern. Hierbei werde die Nähe von Burschen und offensichtlichen Neonazis mehr als deutlich.

Der ‚Regin Verlag‘ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung als’rechtsextrem eingestuft. Der Verlag vertreibt Bücher von Vertretern der sogenannten Neuen Rechten und bekannten Neonazis wie dem Anwalt und Alten Herrn der Burschenschaft Rheinfranken Björn Clemens.

„Die Burschenschaft Germania macht wieder einmal klar, wo sie steht. Mit ihrer Rednerauswahl gerieren sie sich als völkische Agitatoren und rassistische Brandstifter. Offensichtlich sind sie sich dessen bewusst, denn ihre Vorträge, so wie der von Borrmann, werden nur noch intern angekündigt“, so Stern weiter.

In der aktuellen Diskussion um den Burschentag des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) in Stuttgart am 24.11.2012 sei der Vortrag mit Borrmann ebenfalls interessant. Obwohl die Germania sich offiziell nicht zum rechten Flügel der DB zähle, habe sie einen Neonazi eingeladen. Dies mache die Position des Gesamtverbandes der DB und den vier Marburger DB-Bünden deutlich. Liberale und Gemäßigte gebe es in der DB nicht.

„Wer sich ein Bild des ideologischen Zustands der Marburger Burschenschaften machen möchte, sollte einen Blick in die
Veranstaltungskalender werfen“, konstatiert Sophia Stern, „von Besprechungen völkischer Literatur bis zu neonazistischen Theorieveranstaltungen ist alles dabei. Das Spektrum reicht von antisemitischen und antizionistischen Veranstaltungen bis hin zu Vorträgen, die den bürgerlichen Anschluss suchen, wie jüngst mit Michael Buback.“ Abschließend stellt Stern fest: „Wir bleiben bei der Forderung nach einer Auflösung dieser Bünde. Die aktuellen Entwicklungen in der DB und ihren Marburger Ablegern werden wir nicht unkommentiert lassen.“