Corveyer Bücherschatz:  Universitätsbibliothek Marburg digitalisiert mittelalterliche Handschriftenbestände der Klosterbibliothek Corvey

Marburg 15.08.2019 (pm/red) Die Klosterbibliothek Corvey war eine der bedeutendsten Bibliotheken des Mittelalters. Mit der Säkularisation von 1803 wurde sie endgültig aufgelöst und der übrige Bestand größtenteils zerstreut. Heute ist der Aufbewahrungsort von ungefähr 160 …

Lesen Sie den gesamten Beitrag »
Philipps-Universität

Stadt Marburg

Verkehr

Kultur

Wohnen

Home » Sport

Marburger Kletterzentrum im Entstehen – Richtfest auf dem Waggonhallengelände

dbau03-10w_0007-KletterhaleMarburg 27.6.2013 (yb) Das stattliche Gebäude wurde als Reithalle der Universität errichtet. Dann diente es jahrzehntelang der Deutschen Bahn als KFZ-Werkstatt. Im Zuge der Übernahme des Waggonhallengeländes durch die Stadt ist die Halle per Erbbaurechrechtsvertrag Ende 2012 in die Hände des Deutsche Alpenverein Sektion Marburg e.V. übergeben worden. Für die Vereinigung mit ihren 2.347 Mitgliedern im Raum Marburg ist damit der Bau eines großen Kletterzentrums in Marburg möglich geworden. Ab Jahresanfang haben sich aktive Vereinsglieder daran begeben das Gebäude als Baustelle vorzubereiten. Inzwischen sind längst Baufirmen am Werk. So wurde die Dachkonstruktion überarbeitet, eine Voraussetzung für die Umsetzung der Planung dieser Kletterhalle. Denn das denkmalgeschütze Gebäude erhält im mittleren Bereich einen markanten Einbau, um Höhe und Raum für senkrechte Wände als Kletterzonen zu schaffen.

dbau03-10w_0013-Kletterhalle innenFür die Marburger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist der Bau dieses Kletterzentrums gleichermaßen eine Chance wie eine große Herausforderung. Indoor-Klettern ist seit langem eine Trendsportart und so sieht der Verein in einer eigenen Kletterhalle gutes und bestes Potential für eine wachsendes Attraktivität. Zugleich will diese Baumaßnahme gestemmt werden, wozu nicht zuletzt einige Geldmittel zu mobilisieren waren. Einiges an Eigenleistungen zur Vorbereitung der Baustelle und Spenden von Vereinsmitgliedern bedeuteten kleine Schritte. Zu den Baukosten von 1,6 Millionen gibt die Stadt Marburg rund 600.000 Euro. Dazu kommen Fördermittel des Landes und Gelder von inzwischen drei Sponsoren, die der Verein an Stelle von Eigenkapital einsetzt.

Darstellung KletterhalleDerzeit existieren in Deutschland etwa 200 Kletterhallen, davon werden 163 vom DAV betrieben. Der Trendsport Klettern hatte nach Schätzungen schon vor einigen Jahren über 3oo.000 Anhänger, wovon 75 Prozent im DAV organisiert sind. In der Marburger Kletterhalle entsteht Hauptkletterraum mit 800 qm geneigten, senkrechten und überhängenden Wänden mit einer Höhe von von 9 bis 15 Metern. Das eröffnet Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. Zur Ausstattung gehört ein moderner, die Fallenergie aufnehmender Sportboden, dazu Lüftungsanlage mit Staubfilterung.
Geplant ist  großer Boulderbereich mit 300 qm überhängende Kletterfläche, Bereiche für Kinder-, Anfängerkurse und für Schulbetrieb.
An der neu entstehenden Außenwand wird es senkrechte bis überhängende Wände von 8 -12,5 Meter Höhe geben. Dazu kommen Aufenthaltsbereich  mit  Cafeteria und einem Biergarten als Klettertreff. Ein Seminarraum für Veranstaltungen, Diavorträge und Schulungen und Raum für eine Geschäftsstelle des Alpenvereins mit Bücherei und Materialausleihe gehören dazu.

Der geplante Betrieb an 360 Tagen im Jahr könnte ehrenamtlich nicht gewährleistet werden. Es entsteht ein Tätigkeitsfeld für eine/n Betriebsleiter/in,  mit ebenfalls bezahlten Hilfskräften aus dem studentischen Umfeld zur Seite. Doch bis dahin gehen noch einige Monate ins Land. Heute ist erst einmal Richtfest auf der Baustelle dieser großen Halle, wozu neben Bürgermeister Kahle vor allem die Mitglieder eingeladen sind.