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Zeiteninsel wird Archäologisches Freilichtmuseum im Marburger Land – Region geht mit Genossenschaft als Trägerin und Betreiberin neuen Weg

dbau-0606_0141-VorstellungMarburg 9.6.2013 (yb) Nach umfangreichen Gesprächen und Verhandlungen und nicht wenig baulichen Vorarbeiten im Marburger Land ist kürzlich die Gründung der Genossenschaft ‚Zeiteninsel – Archäologisches Freilichtmuseum im Marburger Land eG‘ auf den Weg gebracht worden. Beteiligt daran waren und sind zahlreiche Akteure, in Federführung jetzt Kommunale mit der Gemeinde Weimar an der Lahn vorneweg. Schließlich liegt das Gelände des zukünftigen kleinen Archäologieparks direkt bei Argenstein, einem Ortsteil der Großgemeinde Weimar an der Lahn.

Die Genossenschaft ‚Zeiteninsel – Archäologisches Freilichtmuseum im Marburger Land eG‘ soll künftig Trägerin und Betreiberin des Museums werden. Für den Zusammenschluss haben die Gemeinde Weimar, die Stadt Marburg, der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Förderverein des Archäologischen Freilichtmuseums im Marburger Land und Privatleute die Grundlage gelegt.

„Damit beschreitet die Region einen ganz neuen Weg für ein museales Trägermodell“, sagte die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, vergangene Woche bei der Vorstellung der Genossenschaft in Weimar-Argenstein. Den Aufbau des Freilichtmuseums beabsichtigt das Land mit rund 4,8 Millionen Euro zu fördern. Dieser erhebliche Betrag soll für die notwendigen Investitionen bereitgestellt werden und ist bereits vom Finanzministerium zugesichert.

Die Gründung der Genossenschaft zeige, dass viele Kräfte Region das Projekt Freilichtmuseum einvernehmlich wollten, stellte Kühne-Hörmann fest. Weitere Interessenten – ob Kommunen, Institutionen, Privatleute oder Förderer – könnten aufgenommen und damit ‚Teilhaber‘ an dem zukünftigen Aktiv-Museum werden.

Grundriss_ZeiteninselDass die Anlage der ‚Zeiteninsel‘ unter der wissenschaftlichen Leitung der hessenARCHÄOLOGIE, aber mit einem für ein Archäologisches Museum neuartigen Betreibermodell entstehen wird, ist Teil des vom Landesarchäologen Prof. Egon Schallmayer entwickelten Konzepts eines dezentralen Archäologischen Landesmuseums.
Die ‚Zeiteninsel‘ soll mehrere Epochen der Vorgeschichte beleuchten und kann dann die bereits bestehenden musealen Schwerpunkte ‚Keltenwelt am Glauberg‘ (Wetterau) für die keltische Periode und den ‚Archäologischen Park Saalburg‘ (Taunus) für die Römerzeit ergänzen.

„Die Anschubinvestition des Landes in dieses Museum ist gut angelegtes Geld, denn damit wird in Mittelhessen ein neuartiges Bildungs- und Freizeitangebot von überregionaler Bedeutung und ein außerschulischer Lernort von Rang etabliert“, sagte die Ministerin: „Neue Arbeitsplätze werden entstehen, und das touristische Angebot vor den Toren Marburgs wird um eine verkehrstechnisch optimal angebundene Attraktion reicher.“

Landesarchäologe Schallmayer hob hervor: „Mit der Gründung der Genossenschaft ist eine Wertegemeinschaft entstanden, die über den reinen Wirtschaftsbetrieb hinausgeht und auf den für eine Bürgergesellschaft grundlegenden Werten Selbsthilfe, Selbstverantwortung, und Solidarität beruht.“ Das passe gut in das bewährte Konzept der Landesarchäologie, die historischen Epochen der Landesgeschichte jeweils an Originalschauplätzen zu präsentieren und damit nicht zuletzt auch Verantwortung bei der Entwicklung der Kulturlandschaft einer Region zu übernehmen.

dbau0606_0175-GenossenschaftslindeSymbol für den gemeinsamen Aufbruch ist eine ‚Genossenschaftslinde‘, die von den Beteiligten auf dem Museumsgelände gepflanzt wurde. Auf dem Foto hinten links Bürgermeister Eidam, Weimar, MdL Christean Wagner, Andreas Thiedmann vom Förderverein und vorne mit der Gießkanne Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. Fotografien Hartwig Bambey © 2013

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