Startschuss für Interimsspielstätte des Staatstheaters Kassel

08.07.2024 (pm/red) Kassel ist eine der traditionsreichsten Theaterstädte Deutschlands: Schon vor über 400 Jahren wurde unter Landgraf Moritz das Ottoneum als erster fester Theaterbau Deutschlands errichtet. Das Staatsorchester Kassel, hervorgegangen aus der 1502 gegründeten Hofkapelle, …

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Andreas Maier liest seinen Roman „Die Straße“

Cover Die Straße140416 Für Mittwoch, 23. April wird in das Hessisches Landestheater Marburg, Am Schwanhof 68, eingeladen, wo ab 20 Uhr Andreas Maier zu einer Lesung aus seinem Roman „Die Straße“ zu Gast sein wird. „Die Straße“ ist nach den bereits erschienenen Romanen „Das Haus“ und „Das Zimmer“ Teil einer Wetterauer Familiensaga, einer auf elf Bände angelegten Verteidigung der Provinz, denn die ist, so Andreas Maier, die „universalste Welt, die man sich denken kann“. Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und ist Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis „für sein bisheriges literarisches Gesamtwerk, mit dem er die über Jahrzehnte diskriminierte Heimatliteratur auf radikale Weise erneuert“, ausgezeichnet und 2013 erhielt Andreas Maier den  „Franz-Hessel-Preis“. Er wohnt in Frankfurt am Main.
„Die Straße“ ist 2013 im Suhrkamp Verlag erschienen. Am Anfang sind es bloß Doktorspiele, aber sie sind schon von einer Dringlichkeit, die eines Erwachsenen würdig wäre. Später kommt die „Bravo“ und gibt erstmals eine Sprache dazu. Eine jugendliche Welt aus zeitschriftengeborenenen Worten wie Petting, Glied und Scheide. Der Erzähler, drei Jahre jünger als seine Schwester und ihre Freundinnen, steht staunend vor ihnen und erfährt seine erste Aufklärung ausgerechnet mit „Alice im Wunderland“. Alte Hexenhausmänner durchwandern die Szene und ziehen die Zehnjährigen auf deren Schulheimwegen in ihre Häuser.

Ganz schlimm erwischt es John, einen amerikanischen Gastschüler, der sich in der Folge einen Panzer gegen seine Umwelt anfrißt. Die Schwester, in- zwischen adoleszent, rennt mit ihren Freundinnen um die amerikanische Kaserne in Friedberg in der Wetterau in der verzweifelten Hoffnung, die GIs mögen sie endlich erwählen. Und die verliebten Jugendlichen bevölkern nach Schulschluß die Kaiserstraße wie ein Auflauf vorübergehend unheilbar Kranker, für die sonst nirgends Platz wäre, so zahlreich sind sie.
Eintritt nur an der Abendkasse 6 Euro und 3 Euro ermäßigt.

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