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Ina Weber´s Weltsichtung im Marburger Kunstverein

 140507 (yb) Die 1964 in Diez an der Lahn geborene Ina Weber lebt seit 2003 in Berlin und arbeitet in ihrem Atelier in einer alten Hinterhoffabrik. Zahlreiche ihrer vielgestaltigen Werke in Gestalt von Aquarellen, Skulpturen und Installationen zeigt die Künstlerin jetzt in einer Einzelausstellung im Kunstverein Marburg. Am Freitag, 9. Mai, wird bei der Eröffnung sichtbar und erlebbar werden, was Ina Weber aus ‚Urbanen Räumen‘ wahrgenommen und zu ihren eigenwilligen Kunstwerken gestaltet hat. Dazu gehört ein größerer Zyklus von Arbeiten aus und in Shanghai, wohin sie im Rahmen eines Wettbewerbs eingeladen gewesen ist. Panorama Innenstadt, Oberstadt mit HšrsaalgebŠude im VordergrundIhre großformatigen Aquarellbilder auf Pergamin mit Fahrzeugen von Müllsammlern aus Shanghei sind zunächst dem Auge in Komposition und Ästhetik gefällig. Dann bleibt es Betrachterin überlassen über die Ökonomie des Müllsammelns in der chinesischen Millionenmetropole zu sinnieren oder den überladenen und überquellenden Fahrrädern eine konsumkritische Seite abzugewinnen. Ganz anders kommt die freie Rekonstruktion der Ruine des ‚Mix Cafe‘ als Installation im oberen Raum des Kunstvereins daher. Man kann dieses Bauwerk umlaufen und versuchen der Anmutung des Nutzlosen nachzuspüren. Panorama Innenstadt, Oberstadt mit HšrsaalgebŠude im VordergrundEs sind ‚Urbane Räume‘, aus denen Ina Weber ihre Inspiration schöpft. Oft Fragmente und Versatzstücke, die sie mitunter abbildend verarbeitet. Eine besonderes Ensemble bilden merkwürdige Lampions, in denen Namen und Logos von Firmen oder Produkten autauchen. Von der Decke samt Elektroinstallation zur Ausleuchtung gehängt, kann, wer will, darin eine Bezugnahme auf die Warenästhetik erblicken. Die Ausstellung vermittelte bereits bei Aufbau Spannung und Spannendes. Betrachter können und sollen sich ihre eigenen Interpretationen hingeben. Panorama Innenstadt, Oberstadt mit HšrsaalgebŠude im VordergrundIna Webers sehr verschiedenen Werke füllen jedenfalls die nicht gerade kleinen Räume des Kunstvereins gut – viel mehr, es greifen manche Arbeiten als Installation in Wände und die Räumhülle ein und transzendieren die gebaute Umgebung. So umfängt eine spannende Ausstellung, die zur Aneigung und Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt munter und unverdrossen einlädt.  Fotografien von Hartwig Bambey Eröffnung Freitag, 9. Mai – 18 Uhr Vom 9. Mai bis 27. Juni 2014 – Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr.