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Wohnheim und Max Kade Zentrum im Studentendorf Marburg eingeweiht

dbau0522_0005_Max-Kade-Zentrum140611 (red) Ein Wohnheim mit 49 Wohneinheiten und ein Begegnungszentrum für kulturelle Veranstaltungen mit eigener Küche und Bühne wurde am 21. Mai vom Studentenwerk Marburg eingeweiht. Die neuen Baulichkeiten am Hauptzugang zum Studentendorf können als neues Herzstück des Marburger Studentendorfs betrachtet werden. Wesentlichen Anteil daran hat das Max Kade Zentrum als kommunikativer Ort für die zahlreichen im Studentendorf lebenden Studierenden. „Mit diesen Neubauten direkt im Zentrum der größten Marburger Studentenwohnanlage leistet das Studentenwerk einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der sozialen Infrastruktur für die Studierenden der Philipps-Universität. Neben den Wohnungen für internationale Studierende und Gastwissenschaftler können dort Musikveranstaltungen stattfinden und studentische Stammtische abgehalten werden“, so Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg.

Das Zentrum verstehe sich als Ort, der den Austausch unter jungen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen möglich machen und unterstützen soll, so Grebe weiter. Internationalität sei in Marburg ein wichtiger Faktor: Über 30 internationale Partnerschaften und Austauschvereinbarungen verbinden die Philipps-Universität mit Hochschulen weltweit. Allein von den rund 800 Studierenden die im Studentendorf leben kommen rund 40 Prozent  aus dem Ausland, um in Marburg zu studieren.

Das Land Hessen engagiert sich bei diesem Bauprojekt mit einem Zuschuss von 2,1 Mio. Euro, das Studentenwerk finanziert 2,0 Mio. Euro der Baukosten. Mit 409.000 Euro unterstützt die Max Kade Foundation die Entstehung des Max Kade Zentrums, dem 20. seiner Art in Deutschland. Die Stiftung, gegründet von dem 1904 nach Nordamerika ausgewanderten deutschstämmigen Industriellen Max Kade, fördert gezielt Gemeinschaftseinrichtungen für Studierende, wobei immer der Gedanke der interkulturellen Begegnung im Vordergrund steht.

Wie das Studentenwerk informiert, liegen 15 Jahre zwischen Planungen und der Einweihung für das jetzt realisierte Vorhaben. An dieser langen Zeitdauer wird anschaulich, wie lange das Studentenwerk trotz dramatisch gestiegener Studierendenzahlen an der Philipps-Universität auf inzwischen über 25.000 im Regen stehen gelassen worden ist. Die Zahl der Wohnheimplätze ist trotz Zuwachs um viele Tausend Studierende über Jahrzehnte gleich geblieben. Die nunmehr hinzu gekommenen 49 Wohnplätze erscheinen als Tropfen auf den heißen Stein.

Zahlreich waren Gäste zur Einweihung des Max-Kade-Zentrums im Studentendorf erschienen. Vielen ist eine bleibende Begeisterung und ein kontinuierlicher Einsatz für weitere Neubauten dieser Ort zu wünschen. Das Studentenwerk wird gerne weiter bauen – zum wohl der über 25.000 Studierenden in Marburg. Foto Franziska Busch

Zahlreich waren Gäste zur Einweihung des Max-Kade-Zentrums im Studentendorf erschienen. Vielen ist eine bleibende Begeisterung und ein kontinuierlicher Einsatz für weitere Neubauten an diesem Ort zu wünschen. Das Studentenwerk wird gerne weiter bauen – zum Wohl der über 25.000 Studierenden in Marburg. Foto Franziska Busch

Bafög-Mittel für Wohnheimplätze verwenden

So fordert das Deutsche Studentenwerk (DSW) die Bundesländer nachdrücklich auf, die rund 1,17 Milliarden Euro, um die sie vom Bund ab 2015 beim BAföG entlastet werden, für den Ausbau der sozialen Infrastruktur einzusetzen. Bei den Studentenwerken müssten nun die dringend benötigten zusätzlichen Wohnheim-, Mensa- und Beratungskapazitäten ausgebaut werden.
Wie das Nachrichtenportal Spiegel online berichtet, planen einige Länder offenbar, die frei werdenden BAföG-Mittel auch für Forschung und Kitas einzusetzen – und nicht für „Bildungsausgaben im Bereich Hochschule und Schule“, wie es in der Vereinbarung von Bund und Ländern heißt.
Dazu erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Mittel, um welche der Bund nun die Länder beim BAföG entlastet, dienten bisher der unmittelbaren Förderung der Studierenden. Daher müssen sie den Studierenden weiter zugutekommen, und zwar mit einem signifikanten Anteil.“

Wenn das Land Hessen hier zukünftig seinem Auftrag nachkommen würde, wird es nicht noch einmal 15 Jahre dauern bis Bauleute und Offizielle aus Wiesbaden zum Zwecke einer Einweihung eines neuen Gebäudes sich im Studentendorf versammeln können.