Speicherung von Kohlenstoff im Ökosystem und Substitution fossiler Brennstoffe Klimaschutz mit Wald

Kassel 25.02.2021 Gastbeitrag von E. D. Schulze | J. Rock | F. Kroiher | V. Egenolf | N. Wellbrock | R. Irslinger | A. Bolte | H. Spellmann Ein Team von Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut …

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Cineastenkost unter freiem Himmel – Filmfest Open Eyes vom 17. bis 20. Juli

Beim 21. OpenEyes in Marburg dabei: Julia Hartmann, links, Sophia Schoeneberg, Sebastain Spors und Julia Rensing. Foto Hartwig Bambey

Beim 21. OpenEyes in Marburg dabei: Julia Hartmann, links, Sophia Schoeneberg, Sebastain Spors und Julia Rensing. Foto Hartwig Bambey

Maeburg 140715 (yb) Zum 21. Mal gibt es OpenEyes als Filmfest in Marburg, ein starkes Programm mit 94 regionalen, nationalen und internationalen Kurzfilmen. Die MacherInnen hatten unter rund 600 eingegangenen Bewerbungen auszuwählen, sieben Gruppen mit je vier Beteiligten waren damit für eine längere Zeit im Vorhinein beschäftigt. Die hohe Zahl von Bewerbungen macht anschaulich, dass OpenEyes in Marburg seinen Stellenwert in der Szene und dem Kalender entsprechender Festivals behauptet. Nach der Startphase auf der Amöneburg und zwischenzeitlich im Botanischen Garten auf den Lahnbergen hat dieses Marburger Filmfest inzwischen auf dem Trauma-Gelände in den Afföllerwiesen ein Domizil mit Industriecharme gefunden. Nach dem musikalisch-offiziell-filmischen Eröffnungsabend am Donnerstag, 17. Juli, gibt es drei weitere pralle Tage und Nächte mit Kurzfilmen in den Kategorien ➜Animationsfilm ➜Dokumentarfilm  ➜Experimentalfilm und ➜Spielfilm. All das mit dem Markenzeichen Open-Air Abendprogramm auf großer Leinwand im gestylten Traum(a)garten.

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Sebastian Spors, langjähriger Studierender der Medienwissenschaften in Marburg, stellt das mediale Ereignis vor und man merkt ihm in Anstrengung und Konzentration an, dass eine Menge bevorsteht. In der ‚Kinohauptstadt Marburg‘ und der Stadt des ‚Marburger Kamerapreises‘ ein Filmfest unter Low-Budget-Bedingungen auf die Beine zu stellen bedeutet einiges. Schmale 2.500 Euro von der Hessischen Filmförderung und dürre 1.200 Euro von der Stadt Marburg und noch etwas vom AStA sind Basis der Finanzierung, die insgesamt rund 13.000 Euro an Kosten aufzubringen hat. Damit wird beim Pressegespräch anschaulich, dass die eigentliche Revenue zum Zustandekommen die Arbeitsleistungen und der Einsatz der beteiligten Macherinnen sein müssen. Ihre Zahl summiert sich auf rund 50, darunter Julia Hartmann, Julia Rensing und Sophia Schoeneberg als diesjährige studentische Teilnehmerinnen im begleitenden Seminar bei den Medienwissenschaftlern.

Das Kurzfilmfestival Openeyes beruht auf langjährigem ehrenamtlichem Engagement, wobei eine Kerntruppe das ganze Jahr kontinuierlich arbeitet. Dass dies lohnt und durchaus auch cineastische Prominenz ins Programm bringt, berichtet Sebastian Spors. „In 2014 haben wir Katharina Thalbach in einem Film dabei“, teilt er gelassen mit. „Und als Produzenten Detlev Buck.“

Wenngleich der Kurzfilm besonders für inviduelles und experimentelles Schaffen steht, dabei das noch nicht Gezeigte und Wahrgenommene in den Fokus gestellt werden soll, mangelt es nicht an Originalität und Professionalität. Innovatives und creative Vielfalt können geradezu als Markenzeichen gelten. Alles dabei mit maximal 30 Minuten Dauer, was für die Festivalbesucher zugleich Vielfalt und Überraschungen an jedem Festivaltag in sich trägt.

Marburger Off-Szene – Große Leinwand im Gartenambiente

Neben dem Gartenkino mit großer Leinwand gehört das Garagenkino zur Marburger Eigenart. Dort können sich Besucher spontan mit Beiträgen einbringen, ein Forum für regionale Kuriositäten und avangardistische Experimente. Dabei mischen sich Trauma-Ambiente – als verbliebene Off-Szene in Marburg – mit Besuchern, die oft weite Wege zurücklegen. Zum Filmfest kommen in diesem Jahr rund 30 Regisseure, Filmemacher und Produzenten, die neben dem unmittelbaren Publikumskontakt Gespräch und Diskussion mit ihresgleichen suchen und finden.

Umhüllte Heuballen als Sitzmöbel von der Dekogruppe werden am Wochenende die Besonderheit des Ortes betonen, wozu der Gartengrill und Getränkebar gehören. Inzwischen von jeglichen Wettersorgen befreit, blicken Sebastian Spors und die vielen anderen entspannt auf ihr mediales Ereignis. Das Publikum, im vergangenen Jahr waren es rund 1.200 Besucher, ist auch als Jury erwünscht und entscheidet mit Stimmzetteln über seine Favoriten in mehreren Kategorien.

Ein aufreissender Trailer ist wieder produziert und wird jeden Programmabschnitt an den Nachmittagen und zur Zeit der blauen Stunde an den Abenden eröffnen. Die Website ist das gemäße Medium für Vorabinformationen zum Programm, das die Spiefilme an den Abenden präsentiert. Dort findet sich, nach Tagen und Uhrzeit sortiert, eine Kurzbeschreibung der ausgewählten Filme. Wer will, kann sich also vorab Einblick und Überblick zu Filmen und ihrer MacherInnen verschaffen.

Es gibt Tageskarten für 8,50 Euro (6,50 Euro ermäßigt) und für preiswerte 25 Euro die Festivalkarte. Plakat und Programmheft hat Martin Meier in diesem Jahr als Designer gestaltet.

OpenEyes 2014

—>Nachbericht über OpenEyes 2014