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Jahresbericht Gebäudebewirtschaftung: Stadt muss sich um viele Gebäude kümmern

Personal sinnvoll einsetzen, Energie sparen: Die Stadt Marburg bewirtschaftet Schulen und Kindertagesstätten, hier die Kita Bauerbach, sowie Verwaltungsgebäude und Sportanlagen. Foto Jens Küllmer

Personal sinnvoll einsetzen, Energie sparen: Die Stadt Marburg bewirtschaftet Schulen und Kindertagesstätten, hier die Kita Bauerbach, sowie Verwaltungsgebäude und Sportanlagen. Foto Jens Küllmer

Marburg 11.11.2014 (pm/red) Die Stadt Marburg besitzt eine erhebliche Anzahl von Gebäuden – der alle drei Jahre vorgelegte Jahresbericht Gebäudewirtschaft gibt einen Überblick über die Kosten für die Bewirtschaftung und die Bauunterhaltung. Er dokumentiert die Anforderungen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung städtischer Gebäude und zeigt Ansätze zur Verbesserung der Kostenstruktur auf. Bürgermeister Franz Kahle hat den aktuellen Jahresbericht 2011-2013 vorgestellt.

„Wie kann man Energie sparen, wie lässt sich Personal sinnvoll einsetzen“, das sind laut Kahle inhaltliche Schwerpunkte. Die Stadt bewirtschaftet Schulen und Kindertagesstätten ebenso wie Verwaltungsgebäude oder Sportanlagen – im Fokus stehen dabei nicht nur notwendige Neubauten, sondern die Sanierung und Pflege der bestehenden Gebäude. Kahle hob hervor, dass es mittlerweile große Fortschritte beim Einsparen von Energie beispielsweise an Schulen zu verzeichnen gebe. Ein großer Erfolg sei zudem, dass die Stadt mittlerweile 60 Prozent der Gebäudereinigung mit eigenem Personal umsetze. Ziel sei eine Steigerung bis auf 80 Prozent. Dieser Bereich der Gebäudebewirtschaftung stellt mit  3,5 Millionen Personal- und Sachkosten den größter Kostenfaktor des Budgets dar. Mit der mittlerweile vierten Objektbetreuerin, die als Ansprechpartnerin für das Reinigungspersonal fungiert, seien nun alle städtischen Liegenschaften abgedeckt.

Sie stellten den Jahresbericht Gebäudebewirtschaftung vor: Bürgermeister Franz Kahle, links, Oliver Kutsch - Fachdienstleiter Hochbau, Sylvia Becker vom Fachdienst Gebäudewirtschaft und Grundstücksverkehr und Baudirektor Jürgen Rausch. Foto Heike Döhn

Sie stellten den Jahresbericht Gebäudebewirtschaftung vor: Bürgermeister Franz Kahle, links, Oliver Kutsch – Fachdienstleiter Hochbau, Sylvia Becker vom Fachdienst Gebäudewirtschaft und Grundstücksverkehr und Baudirektor Jürgen Rausch. Foto Heike Döhn


Insgesamt hat sich die bewirtschaftete Fläche im Vergleich zu 2010 um 6.653 Quadratmeter auf insgesamt 313.817 Quadratmeter erhöht, Tendenz weiter leicht steigend. Ursache dafür seien vor allem die Kita-Neubauten, die für die angestrebte Ausbauquote von 42 Prozent an Plätzen für Kinder unter drei Jahren vonnöten sind, und der Ausbau der Stadthalle.

Wichtiges Thema ist die Entwicklung der Energietarife, bei denen den steigenden Kosten mit Verbrauchsreduktion und dem Umsteigen auf andere Energieträger wie Pellets entgegengesteuert wird. Auch das Marburger Rathaus wird komplett mit Pellets beheizt, betonte Kahle. Insgesamt haben sich die Bewirtschaftungskosten von 2011 bis 2013 um 17,9 Prozent auf 6.158.171 Euro erhöht. Die größte Kostensteigerung verursachte das Abwassergebührensplitting, das Grundstückseigentümer wie die Stadt, in deren Besitz vor allem Gebäude mit vielen versiegelten Flächen wie Dächer und Schulhöfe sind, stark belastet.

Auf dem Gebiet der Bauunterhaltung ist der mit Abstand größte Posten die Unterhaltung der Schulen, gefolgt von Verwaltungs- und Dienstgebäuden. Der Hochbauservice beschäftigt dafür ein Team von 16 Mitarbeitern, unter anderem Schreiner, Schlosser und Installateure.

Der Bericht sei ein wichtiger Beitrag, um die Gebäudewirtschaft zukunftsfähig, nachhaltig und verantwortungsbewusst zu gestalten, erläuterte Bürgermeister Kahle. In den nächsten Tagen soll er im Internetportal der Stadt Marburg veröffentlicht werden.