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Der Feuerbrand als gefährliche Krankheit der Obstbäume und ‚Citizen Science‘

Marburg 28.01.2015 (pm/red) Am Donnerstag, 5. Februar, berichtet der Chemiker Dr. Michael Weber in seinem Vortrag um 19.30 Uhr im Café des Botanischen Gartens über ein neues, am Botanischen Garten der Philipps-Universität Marburg entwickeltes Projekt. Dessen Ziel ist es, Diagnostik und Bekämpfung des Feuerbranderregers mit Hilfe biotechnologischer Methoden zu verbessern.

Feuerbrand ist eine hochinfektiöse und daher meldepflichtige bakterielle Pflanzenerkrankung, die für den Menschen ungefährlich ist. Das Erregerbakterium Erwinia amylovora befällt über 174 verschiedene Pflanzenarten aus 40 Gattungen in der Familie der Rosengewächse, darunter vor allem Kernobstgewächse, wie beispielsweise Äpfel, Birnen und Quitten, aber auch wirtschaftlich weit weniger bedeutende Pflanzen, wie z.B. die Eberesche (Vogelbeere), den weitverbreiteten Weißdorn und Mispeln.

Weber wird einen kurzen Überblick über den Erreger, sein Wirtsspektrum und die Symptomatik des Krankheitsbildes vermitteln. Die bislang verfügbaren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten werden kurz skizziert, um anschließend für Diagnostik und Bekämpfung neue Perspektiven aufzuzeigen.

Ziel des Vortrags ist es, die ZuhörerInnen für das Krankheitsbild zu sensibilisieren und in die Lage zu versetzen, selbst vor Ort einen molekularbiologischen Feuerbrand-Schnelltest durchzuführen. Dabei die Bedeutung einer generell intensiveren Zusammenarbeit zwischen Laien und Wissenschaftlern unter dem Stichwort ‚Citizen Science‘ erläutert. Die Zusammenarbeit zwischen interessierten Bürgern und Wissenschaftlern könne neue Perspektiven zur Bekämpfung des bakteriellen Feuerbranderregers, Erwinia amylovora, eröffnen, wird mitgeteilt.